Auszeichnung für Engagement, das Horizonte öffnet
10.12.2025

Auszeichnung für Engagement, das Horizonte öffnet

Das Heinrich Pesch Haus hat seinen diesjährigen Ad Maiorem Die Gloriam-Preis an Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und die Rottendorf-Stiftung verliehen. Gewürdigt wurden ihr langjähriges Engagement für Bildung und gesellschaftliche Verantwortung sowie ihre wegweisende Unterstützung für die Zukunft des Hauses. Die Rottendorf-Stiftung hatte die Auszeichnung bereits im Rahmen der Veranstaltung "Geschichten bei Kerzenschein" erhalten.

In der Kategorie „Aedificantes“, die Personen und Institutionen ehrt, die tragfähige Fundamente für die Zukunft des Hauses legen, erhielt in diesem Jahr Bischof Karl-Heinz Wiesemann den Preis.

Die stellvertretende Direktorin Ulrike Gentner würdigte in ihrer Laudatio, dass der Bischof die Entwicklung des Hauses als katholische Akademie maßgeblich mitgetragen und gefördert habe. „Unter seiner Leitung hat das Bistum Speyer die institutionelle Trägerschaft des HPH entscheidend gestärkt und zentrale Zukunftsprojekte wie die Heinrich-Pesch-Siedlung ermöglicht. Damit hat er entscheidend dazu beigetragen, dass sich das Haus als Bildungs- und Sozialakteur mit nachhaltiger Wirkung für Ludwigshafen und die Region Rhein-Neckar entfalten konnte, ein Kirchort, der wirksam Dienst an den Menschen und am humanen Gesicht der Stadtgesellschaft leisten kann.“ In der weiteren Würdigung wurde betont, der Bischof stehe für eine Kirche, die den Dialog mit Politik, Kultur und Zivilgesellschaft suche und offen für Erneuerung sei. Tobias Zimmermann hob hervor, Wiesemann habe dem HPH „den Rücken gestärkt, um Räume für Begegnung, Bildung und soziale Innovationen zu schaffen“.

In seiner Dankesrede erinnerte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann an seine Zeit am Germanicum in Rom, wo er die jesuitische Spiritualität kennengelernt habe. Sie habe ihn theologisch wie menschlich tief geprägt. Die Größe Gottes, so Wiesemann, zeige sich nicht in unberührbarer Stärke, sondern in Vulnerabilität. In dieser Verletzbarkeit liege eine Wurzel der Solidarität, die die Versöhnung über tiefe Gräben hinweg ermögliche.

„Ad maiorem Dei gloriam“ stehe für ihn zugleich für den sozialen Auftrag der Kirche und den Dialog über gesellschaftliche Grenzen hinweg. Dafür brauche es Orte der Begegnung und Förderung, wie sie das Heinrich Pesch Haus biete. „Das ist heute umso dringlicher, je mehr diese gemeinsame Wurzel der Solidarität zerrissen wird“, betonte Wiesemann. Der Bischof dankte ausdrücklich für die „unglaublich wichtige Arbeit“, die täglich im HPH geleistet werde, und äußerte die Hoffnung, dass auch künftig viele unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen dort zusammenkommen.

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