Treffende einleitende Worte zum Aktionstag fanden die Poetry-Slammerin Antonia Josefa sowie der Sozialdezernent der Stadt Ludwigshafen, David Guthier. Während Antonia Josefa mit ihrem Text „Honig oder Gift“ die Chancen und Gefahren von Social Media aufzeigte, bestärkte David Guthier die Teilnehmenden darin, Rassismus und Hasskommentaren auch im Alltag immer wieder zu entgegnen.
„Wichtig für unseren Aktionstag war es immer, eine möglichst große thematische Bandbreite anzubieten – die Teilnehmenden lernen in den Workshops unterschiedlichste Perspektiven auf unsere Gesellschaft kennen. Dies soll die Entwicklung einer weltoffenen, diskriminierungssensiblen Haltung fördern“, sagt Max Berger, Bildungsreferent des Heinrich Pesch Hauses. Zusammen mit dem Arbeitskreis gegen menschenverachtendes Verhalten des Rates für Kriminalitätsverhütung der Stadt Ludwigshafen organisierte er den Aktionstag.
Die diversen Stimmen im Arbeitskreis sorgen dafür, dass das Programm des Aktionstages immer aktuell bleibt. Aufgrund des zunehmenden Antifeminismus in Teilen der Gesellschaft (Stichwort Manosphere) wurde in diesem Jahr der Workshop „Beyond Gender – Jenseits von Schubladen“ angeboten. Aber auch die rechtsextreme Szene in der Region wurde behandelt, antimuslimischer Rassismus war Workshop-Thema genauso wie Antisemitismus. Im Kreativ-Workshop „Poetry for Revolution“ konnten die Teilnehmenden zusammen mit Antonia Josefa ihrer Haltung eine starke Stimme verleihen und eigene Poetry-Slams verfassen.
Das Heinrich Pesch Haus veranstaltet den Aktionstag jeweils in Kooperation mit dem Rat für Kriminalitätsverhütung der Stadt Ludwigshafen und verschiedenen Akteuren aus der Region. Er wurde von kommunalen Stellen, dem „Haus des Jugendrechts – JURELU e.V.“, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Pfalz sowie dem Verein der Freunde und Förderer des Heinrich Pesch Hauses gefördert. Angesprochen waren Jugendliche ab 16 Jahren sowie Multiplikator*innen der Jugendbildung. Der nächste Aktionstag ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Max Berger
