Am toten Punkt
21.06.2024

Am toten Punkt

Vielfache Krisensymptome begleiten die Transformationsprozesse in Kirche und Gesellschaft. Widerstand und Kreisauer Kreis werden dabei – oft überraschend – als Bezugspunkte für die Begründung eigener Positionen herangezogen. Das führt uns dazu, das Erbe des Kreisauer Kreises, insbesondere von Alfred Delp und den Moltkes, daraufhin zu reflektieren, wie es einerseits tatsächlich in die Grundlagen unserer offenen und demokratisch verfassten Gesellschaft eingeflossen ist. Gleichzeitig wollen wir fragen, welche Impulse für eine geistige und geistliche Auseinandersetzung sich für die Bewältigung der gegenwärtigen Krisenphänomene aus der Auseinandersetzung mit dem geistlichen Erbe von Delp und Weggefährt*innen gewinnen lassen.

Impulse für eine Spiritualität der Transformation in den Krisen der Kirche und Gesellschaft

Dr. Patrick Heinemann, Anwalt und Mitglied des Verfassungsrechtsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer, wird über die Impulse sprechen, die aus den Debatten des Kreisauer Kreises in das Grundgesetzt und die Ordnung Europas eingeflossen sind. „Alfred Delp – Impulse für die erneute Herausforderung durch Nationalismus und völkisches Denken“ lautet das Thema des Vortrags von P. Klaus Mertes Sj. Andreas Feige, Doktorand am Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Universität Freiburg, befasst sich mit Delps Weihnachtsvigil von 1944 und den darin enthaltenen Impulsen für eine Spiritualität der Transformation.

Am Samstagabend ist Helmuth Caspar Graf von Moltke zu Gast. Bei der Begegnung mit dem Sohn von Freya und Helmuth James Graf von Motke wird es um „Die Kraft von Begegnung und Freundschaft über gesellschaftliche (in diesem Fall konfessionelle) Gräben hinweg“ gehen.

Bild: SJ-Bildarchiv

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