Zeit schenken, die zählt
01.08.2026

Zeit schenken, die zählt

Einsamkeit betrifft längst nicht nur ältere Menschen ohne Angehörige – auch junge Eltern und Alleinerziehende erleben zunehmend, wie wenig soziale Kontakte und Unterstützung ihnen im Alltag bleiben. Genau hier setzt das neue Projekt "Da-sein füreinander" der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus (HPH) an: Gesucht werden Menschen, die bereit sind, einmal pro Woche rund zwei Stunden ihrer Zeit zu schenken, um junge Familien mit kleinen Kindern oder Seniorinnen und Senioren im Alltag zu begleiten.

Was die Ehrenamtlichen konkret tun, hängt von den Bedürfnissen der Menschen ab, die sie besuchen. Manche brauchen ein offenes Ohr und Zeit für ein Gespräch. Andere freuen sich, wenn jemand mit ihren Kindern spielt oder ihnen vorliest. Wieder andere schätzen einen gemeinsamen Spaziergang oder einfach Gesellschaft für ein paar Stunden. Professionelle Hilfe leisten die Ehrenamtlichen dabei nicht. Ihre Aufgabe ist es, präsent zu sein, mit Aufmerksamkeit und Menschlichkeit.

Wer sich für das Ehrenamt interessiert, sollte Freude am Umgang mit Menschen mitbringen, an Familien und gerne auch an kleinen Kindern. Kerstin Hofmann, Leiterin der Familienbildung im HPH, führt mit allen Interessierten persönliche Gespräche. Ein polizeiliches Führungszeugnis ist Voraussetzung für den Einsatz. Vor dem Start gibt es eine Schulung, danach werden die Ehrenamtlichen begleitet. Für etwaige Fragen und bei Problemen steht das Team der Familienbildung zur Verfügung.

Die Unterstützung ist für die Teilnehmenden kostenfrei und unbürokratisch. Kooperationspartner aus dem schulischen und sozialen Bereich helfen dabei, gezielt die Menschen zu erreichen, die Begegnung am dringendsten brauchen. An Bord ist auch das Ludwigshafener Jugendamt mit seiner Abteilung Frühe Hilfen. Die Mitarbeitenden dort erkennen frühzeitig, wo Familien soziale Netzwerke oder Unterstützung im Alltag fehlen. „Oft braucht es dann noch keine intensive Hilfe. Es braucht jemanden, der im Alltag entlastet, der zuhört und einfach da ist“, erklärt Susann Schmidt, Abteilungsleitung Jugendhilfeplanung, Frühe Hilfen, Familienbildung im Stadtjugendamt Ludwigshafen. „Wir sind dankbar, dass sich die Familienbildung hier engagiert.“

Möglich wird das Projekt durch die Förderung der Postcode-Lotterie. Zunächst ist es für ein Jahr angelegt, die Familienbildung hofft aber auf eine Fortsetzung. Start soll im Oktober sein

Wer Interesse hat oder Fragen stellen möchte, kann sich direkt an Kerstin Hofmann wenden.

Kerstin Hofmann

Kerstin Hofmann

Leiterin der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus

Diplom-Pädagogin

Telefon: 0621 5999-171
E-Mail: k.hofmann@familienbildung-ludwigshafen.de

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