Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit

Montag, 04.07.2022 - 17:00 - 18:30 Uhr

Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit

Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar


Vortrag und Gespräch mit Dr. Franziska Schutzbach im HPH

mit anschließendem Austausch ab 18.30 Uhr bei alkoholfreien Sommercocktails und Gebäck im Park des Heinrich Pesch Hauses

Frauen haben heute angeblich so viele Möglichkeiten wie nie zuvor. Gleichzeitig sind sie so erschöpft wie nie zuvor. Nach wie vor wird von Frauen verlangt, permanent verfügbar zu sein. Die Geschlechterforscherin, Franziska Schutzbach, analysiert diese Erschöpfung und schreibt in ihrem Buch über ein System, das von Frauen alles erwartet und nichts zurückgibt – und darüber, wie Frauen sich dagegen auflehnen und alles verändern: ihr Leben und die Gesellschaft.

In unserer Gesellschaft wird Weiblichkeit gleichgesetzt mit Fürsorglichkeit. Frauen sind, ob in der Familie, in Beziehungen oder im Beruf, zuständig für emotionale Zuwendung, für Harmonie, Trost und Beziehungsarbeit – für Tätigkeiten also, die unsichtbar sind und kaum Anerkennung oder Bezahlung erfahren. Es sind diese allgegenwärtigen Ansprüche, die Frauen in die Erschöpfung treiben. Das Buch zeigt, dass die Verfügbarkeitsansprüche für unterschiedliche Frauen Unterschiedliches bedeuten – die Verausgabung hat unterschiedliche Ausmaße und unterschiedliche Ursachen. Die Geschlechterforscherin, Franziska Schutzbach, wendet sich gegen ein misogynes System, das von Frauen alles erwartet und nichts zurückgibt. Und sie zeigt, welch vielfältigen Widerstand Frauen gegen die Ausbeutung ihrer Energie, ihrer Psyche und ihrer Körper leisten. Ein Widerstand, der zu einer treibenden Kraft für neue Arbeits- und Lebensweisen wird und die Welt verändert.

Referentin: Dr. Franziska Schutzbach, geboren 1978, ist Geschlechterforscherin, Soziologin, Publizistin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Im Jahr 2017 initiierte sie den #SchweizerAufschrei, seither ist sie eine bekannte und gefragte feministische Stimme auch über die Schweiz hinaus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterthemen wie Misogynie und Sexismus, darüber hinaus befasst sie sich mit den Kommunikationsstrategien von Rechtspopulisten. Franziska Schutzbach lebt in Basel.

Moderation: Christine Stuck, Bildungsreferentin Akademie für Frauen

Kooperationsveranstaltung der Akademie für Frauen im Heinrich Pesch Haus, den Gleichstellungsstellen der Stadt Ludwigshafen am Rhein, des Rhein-Pfalz-Kreises und der Stadt Frankenthal (Pfalz).

Wir erbitten Ihre Anmeldung aus organisatorischen Gründen bis 30. Juni 2022 unter E-Mail: anmeldung@hph.kirche.org oder Tel. 0621 5999175.
Während des Vortrags bieten wir Kinderbetreuung durch unsere Familienbildung an. Hier bitten wir um eine Anmeldung unter Angabe des Alters des Kindes/der Kinder bis zum 15. Juni 2022.
Hinweis: Bei schlechtem Wetter findet auch der Austausch im Anschluss im HPH statt.

Kostenbeitrag: 10 € (zahlbar an der Abendkassen), Ermäßigung auf Anfrage möglich.

Für diese Veranstaltung wurden Mittel beim Land Rheinland-Pfalz beantragt.


Bild: pixabay.com/engin_akyurt

Buchungen

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