Ferienprogramm „Komm wir gehen ins Kreativland“ ist wieder ein Erfolg

Zwei Herzseifen als Geschenk für die Eltern

„Das Tollste war, dass wir auf der Hüpfburg waren, oja!“  Für den achtjährigen Florian ist am Freitag die erste Ferienwoche „Komm, wir gehen ins Kreativland“ zu Ende gegangen. 28 Kinder haben in dieser Woche gebastelt und gespielt, ihre Kreativität ausgelebt, einen Ausflug ins Technoseum unternommen und am Freitag bei einem gemeinsamen Grillfest ihren Eltern stolz präsentiert, was sie erlebt haben.

Heute startet die Familienbildung im Heinrich Pesch Haus mit der zweiten Woche mit insgesamt 60 Kindern. Florian fand die anderen Kinder toll und die Betreuer auch, und dem Essen verleiht er das Prädikat „super lecker – vor allem die Fischstäbchen, die mag ich total, total gern.“

Auch der sechsjährige Bilal ist begeistert. Er gehörte eine Woche lang zur Gruppe der „Superhelden“ – obwohl, er hätte eigentlich den Namen „Hobbit Kids“ bevorzugt, den er vorgeschlagen hatte. Aus den zahlreichen Programmangeboten kann er nicht das allerbeste auswählen, „alles war sehr cool“. Aber die Rallye rund um das Thema Wasser hat ihn angesichts der Temperaturen besonders begeistert. Und er freut sich, dass er drei Seifen gebastelt hat: Sie duften alle nach Zitrone; eine in Form eines Fischs will er selbst behalten, mit zwei Herzen möchte er seine Eltern überraschen.

Das Besondere an diesen beiden Ferienwochen ist, dass viele Kinder daran teilgenommen haben, deren Familien sich ein solches Angebot normalerweise nicht leisten könnten. Dafür haben der Verein der Freunde und Förderer des Heinrich Pesch Hauses sowie die Heinrich-Pesch-Stiftung durch ein Patenprogramm gesorgt. Bei einer kleinen Runde erläuterten Pater Johann Spermann SJ, Ulrike Gentner als Leiterin der Familienbildung im HPH und Jana Schmitz-Hübsch, die als Referentin für die Ferienwochen zuständig sind, die Idee hinter dem Angebot, die Konzeption und die ersten Erfahrungen damit.

Ursprünglich organisierte die Familienbildung im HPH ein Kinderferienprogramm für Familien, damit die Kinder während der Ferien gut betreut sind, während ihre Eltern arbeiten. Dann aber kam die Idee auf, dass auch Kinder aus finanziell schwächer gestellten Familien in den Genuss von solchen Bildungsanreizen und wertvoller Zeit kommen sollten. „Im letzten Jahr war das ein Erfolg, und in diesem Jahr wieder“, freut sich P. Spermann. „In der Familienbildung treffen sich Gerechtigkeit und Glaube“, führt er weiter aus; „Wir wollen zeigen, dass sich Kirche dafür engagiert, aber wir wollen nicht nur reden, sondern auch konkrete Unterstützung bieten.“

Für Ulrike Gentner ist einer der wesentlichen Faktoren, dass die Kinder von qualifizierten Betreuern begleitet werden – und zwar mehr, als aus rechtlichen Gesichtspunkten vorgeschrieben wären. Sie hat wie auch Jana Schmitz-Hübsch beobachtet, wie viele neue Erfahrungen die Kinder gemacht haben – von den Spiel- und Erlebnisangeboten bis hin zu einer Tischkultur, die für einige Kinder fremd war, „aber sie machen das gut.“

„Alles, was wir den Kindern anbieten, finden sie toll“, freut sich auch Schmitz-Hübsch. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass die Kinder nichts Großes erwarten und dankbar sind für jede Anregung – sei es Basteln, Experimentieren, kreativ sein oder einfach spielen und auf der Hüpfburg herumtollen. Über Schulsozialarbeiter – und dank der guten Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt – wurden die Kinder und ihre Eltern auf das Angebot aufmerksam gemacht. Aus insgesamt 14 Ludwigshafener Schulen kommen die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. „Die Kinder lernen miteinander und voneinander“, hat sie beobachtet – und auch manche Überraschung gesehen. So etwa beim Ausflug ins Technoseum nach Mannheim: „Manche Kinder waren das erste Mal im Museum“.

„Ihr Geld ist super gut angelegt und ganz wertvoll“, bedankt sich P. Spermann bei allen Paten. Auch für das nächste Jahr will er an diesem Konzept festhalten. Einen prominenten Spender dafür hat er bereits gefunden: Monsignore Erich Ramstetter, der anlässlich seines 90. Geburtstags im September an Stelle von Geschenken um Spenden für dieses Projekt und ein Projekt für Flüchtlingskinder bittet.

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