Referentin Agnes Stinner über das MSBR-Training

Was hilft, im Hier und Jetzt zu bleiben

Agnes Stinner ist MSBR-Trainerin und bietet ab Oktober das Seminar „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ an.  Am Samstag, 27. September, findet von 14 bis 18 Uhr für Interessenten ein Vorgespräch statt. In einem Interview mit dem  Pilger-Magazin erklärt sie, was Interessenten an diesem Tag erwartet und was unter „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ zu verstehen ist.
Einmal im Monat finden Leserinnen und Leser im 32-seitigen Pilger-Magazin vielfältige und interessante Themen rund um das Thema Pilgern und gelingendes Leben. Damit wendet es sich an „alle, die eine tiefe Sehnsucht nach Ruhe, Einkehr und Sinnfindung in einer schnelllebigen Zeit haben“.

Frau Stinner, an wen richtet sich der Kurs?

MBSR („mindfullness based stress reduction“ oder auf deutsch „achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung“) richtet sich an jeden, der neugierig und offen für sich und seine Umwelt ist, der auch sich selbst besser kennenlernen möchte und bereit ist, sich auf dieses Programm einzulassen. Geeignet ist der Kurs grundsätzlich für alle. Vorkenntnisse werden nicht benötigt, sind aber auch nicht schädlich.

Was erwartet die Interessenten beim Vorgespräch am 27. September?

Beim Vorgespräch möchte ich die Teilnehmer mit ersten Übungen neugierig machen auf das, was sie im Kurs erwartet. Dies können Yogaübungen, Atemübungen oder auch ein Bodyscan sein. Natürlich werde ich ihnen auch erklären, was MBSR ist, nämlich einfach auch eine geänderte Lebensweise und nicht nur Übungen die aneinandergereiht werden. Das Vorgespräch am 27. September ist unverbindlich, und sie entscheiden dann, ob sie am Kurs teilnehmen möchten und ob ich sie mit meiner Begeisterung anstecken konnte.

Was ist eigentlich MSBR – wie „funktioniert“ es?

MBSR wurde von dem amerikanischen Professor Jon Kabat-Zinn entwickelt und hat mittlerweile einen regelrechten Siegeszug quer über alle Kontinente gezogen, weil es vieles miteinander verbindet: Es hat feste Bausteine, welche aufeinander aufbauen und im Training, welches einen festen Ablauf hat, gefestigt werden. Dazu gehört zum Beispiel der Bodyscan, den viele aus dem autogenen Training kennen, aber auch Yogaübungen, Geh- und Sitzmeditation. Neben den Gesprächen über Stress und unseren Umgang damit gehören auch Gespräche über den Alltag dazu: Was hilft mir, im Hier und Jetzt zu bleiben. Denn viel zu oft leben wir in der Zukunft oder Vergangenheit und nehmen unsere Gegenwart nicht mehr wahr. Es geht also darum sich wieder in der Gegenwart zu verankern.  Es geht nicht darum, einmal wöchentlich zum Kurs zu kommen, sondern dies auch im Alltag zu praktizieren, sich diese Zeit für sich selbst zu nehmen.

MSBR ist zurzeit in aller Munde – warum ist es so beliebt?

Viele Menschen haben die Wirksamkeit am eigenen Leib erfahren oder in ihrem persönlichen Umfeld wahrgenommen. Durch das Training der Achtsamkeit wird wieder ein Bezug zur eigenen Person (Körper, Geist, Gefühl) sowie auch zur Umwelt hergestellt. Anhand begleitender Körperübungen und dem Bodyscan wird die Einheit von Körper und Geist wieder neu erfahren und Freundschaft mit dem eigenen Körper geschlossen. Sie beugen damit vielen psychischen und umweltbedingten Erkrankungen wie Burnout, Bluthochdruck, Fibromyalgie, Tinnitus, Angst- und Panikattacken, Migräne, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen usw. vor. In zahlreichen Studien wurde die Wirksamkeit von MBSR nachgewiesen.

Die Fragen stellte Pilger-Mitarbeiterin Mechthild Möbus.

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