Neue Ehrenamtliche für Sprachunterricht im HPH gesucht

Voraussetzung: „Freude am Kontakt zu Menschen“

Seit etwa einem Monat besucht ein 17jähriger Afghane sechs Mal jede Woche ein Sprachangebote im Heinrich Pesch Haus. Schon ist er durch das „Thannhauser Buch“ durch: Auf diesem Buch basiert der Sprachunterricht, den Ehrenamtliche im HPH anbieten. „Dieser junge Mann ist besonders strebsam, aber er ist keine Ausnahme“, weiß Frater Matthias Rugel SJ, der im HPH für die Sprachkurse und die Flüchtlingsarbeit koordiniert.

Vergangene Woche gab es in allen Sprachkursen zusammen– dreimal vormittags und dreimal nachmittags – 97 Teilnehmende. Rekord! Und das, obwohl die geplante Exkursion wegen Gewitterwarnung kurzfristig abgesagt werden musste. Die Kehrseite dieses Erfolgs: Die Zahl der Ehrenamtlichen reicht nicht mehr aus. Dringend sucht Frater Rugel weitere Helfer, „die Freude am Kontakt zu Menschen haben und Freude an der Sprache“. Mehr Voraussetzungen braucht es nicht zwingend, betont er: „Die Ehrenamtlichen lernen das Meiste durch das Dabeisein, sie können sich selbst vorbereiten, etwas Neues ausprobieren, denn wir haben viel gutes Material. Und wir sind auch ein schönes Team geworden, das sich regelmäßig austauscht.“

Rugel versucht, zu jedem Termin vier Helfer einzuteilen – bei den Abendterminen, zu denen manchmal über 20 Teilnehmende erscheinen, braucht er fünf bis sechs. „Ideal sind Kleingruppen mit drei oder vier Lernenden“, so seine Erfahrung. Sie können dann so eingeteilt werden, dass in einer Gruppe ungefähr ein gleiches Sprachniveau vorhanden ist und die Teilnehmenden „ihre“ Themen einbringen können.

Wie etwa ein Lehrer aus Syrien, der sich auf Bewerbungsgespräche vorbereitet. „Ein Ehrenamtlicher hat für ihn rund 100 Fragen ausgedruckt, die bei einem Vorstellungsgespräch gestellt werden könnten, und die arbeiten sie jetzt gemeinsam durch“, erläutert Rugel das praxisnahe Lernen. Drei minderjährige unbegleitete Jugendliche zählten in der jüngeren Vergangenheit auch zu den Schülern. „Sie haben bei uns Kommunikation geübt, haben ihre freie Zeit genutzt und sind aus ihrer Unterkunft raus gekommen, und jetzt besuchen sie die Schule“, ist Rugel zufrieden.

Interessenten an diesem Ehrenamt können sich direkt an Frater Rugel wenden, Telefon 0621-5999-365 oder rugel@hph.kirche.org.

brid /23.05.2016

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