Mirjam Kaulisch und Philipp Wagner absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr

Von A wie Arbeitsteilung bis Z wie Zeltaufbau

„Für mich – und für andere!“  – Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Chance, etwas für sich und andere Menschen zu tun.  Seit September 2013 sind Mirjam Kaulisch und Philipp Wagner „unsere FSJler“.  Sie haben ihr eigenes „ABC“ für diese Zeit formuliert.

Abitur – und was dann? Diese Frage stellte sich uns beiden. Die Zeit zu überlegen, wie es weitergeht, nutzen wir sinnvoll mit dem FSJ.

Berufswunsch?! – Der ist noch nicht ganz klar. Mit Menschen, so viel ist schon mal sicher, aber bei der großen Auswahl an Studiengängen  heutzutage wurde damit die Entscheidung nicht leichter… Direkt mit dem Studium anfangen – wieder in  die Bücher schauen und lernen – das wollten wir sowieso nicht. Bei der Familienbildung erhalten wir Einblick in eine mögliche Berufswelt, sammeln Erfahrung und können uns vielfältige Kompetenzen aneignen.

Circa die Hälfte unseres FSJ ist mittlerweile vorbei.

Die Familienbildung im Heinrich Pesch Haus ist in fast allen Bildungs- und Erziehungsbereichen rund um die Familie  tätig. Es gibt Seminare, Kurse, Fachtagungen und vieles mehr.

Einblicke in die Familienbildung und ihre Abläufe erhalten wir jede Menge. Es ist schön, dass wir an vielen Besprechungen teilnehmen. So erleben wir direkt mit, wie die Arbeitsprozesse hier strukturiert und organisiert sind.

Flyer kopieren, Texte scannen, Evaluationsbögen auswerten, Listen aktualisieren, Tagungsmappen bestücken, Tagungen begleiten, Schülerseminare betreuen, Medienspiegel erstellen und Filme schneiden, das sind unsere Aufgaben. Wir sind hier in ein super Team integriert, mit dem wir uns gut verstehen und das uns selbstständig arbeiten lässt.

Gerade wenn es stressig ist, sind wir gern gesehene Helfer in der Not. Vor allem aber geben uns Hospitationen bei Veranstaltungen Einblick in die Arbeitsweise der Familienbildung. So erleben wir nicht nur die Planungen und Vorbereitungen, sondern auch die Durchführung mit allen Tücken und schönen Erfahrungen.

Highlights gab es schon einige. Eines davon war das V.

Internationale Erzählfest vom 15. bis zum 22. September 2013.  Wir durften Erzählkünstlerinnen und -künstler begleiten und ihren Geschichten lauschen. Eine Woche lang haben wir uns zusammen mit vielen Kindern von den Geschichten begeistern lassen.

Je nach Wetter hat uns der Zeltauf- und -abbau beim Internationalen Erzählfest  mehr oder weniger Freude bereitet…

Kaum ist die eine Veranstaltung vorbei, steht schon die nächste vor der Tür. Wenn wir  Pause haben, dürfen wir im Keller Ordnung schaffen. Dort finden wir Kurioses, Wertloses – aber durchaus auch Wertvolles für die Bildung.

Lebhaft wird es in den Sommerferien zugehen, wennwährend der Ferienwochen die Kinder das Heinrich Pesch Haus erobern. Wir werden als Betreuer dabei sein.

Die Mischung aus Büroarbeit und Kontakt zu Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bringt Abwechslung in die Arbeit als FSJler.

Neben unserer Arbeit bei dem FSJ bleibt uns Zeit, uns über unsere berufliche Zukunft Gedanken zu machen und Hochschulen sowie Universitäten zu recherchieren. Auch die Gespräche mit unserer Anleiterin über dieses Thema haben uns sehr geholfen; so konnten unsere Berufswünsche konkretisiert werden.

Ostern 2014 wird für uns ungewohnt werden. Wir werden das Kinder- und Jugendprogramm für die Kar- und Ostertage im Heinrich Pesch Haus mitgestalten und mitorganisieren. Wir freuen uns darauf und sind gespannt, wie diese Zeit sein wird.

Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig. Wir sind live dabei, wie eine neue Homepage entsteht und haben gelernt, wie man dort Veranstaltungen einpflegt oder Flyer entwickelt.

Programmhefte werden von der Familienbildung genutzt, um über Kurse und Veranstaltungen zu informieren. Jedes Halbjahr erscheint ein neues Programheft, und so stand uns vor Weihnachten der Versand von 2000 Programmheften bevor. Programmhefte in Briefumschläge stecken, heißt hier „tüddeln“. Wir  „tüddelten“ wie verrückt alle 2000 Exemplare in weniger als neun Stunden.

Reflexionen über Veranstaltungen sind ebenso wichtig wie eine gute Vorbereitung. Wir nehmen Teil an Meetings, in denen die Konzeption, die Zielgruppen, Lernarrangement und didaktische Modelle entwickelt und reflektiert werden.

Ein FSJ wird nur als freiwilliges soziales Jahr anerkannt, wenn man insgesamt 25 Seminartage nachweisen kann. Wir werden an fünf Seminaren mit einer Dauer von jeweils fünf Tagen teilnehmen. Es ist schön,  sich dort  mit anderen FSJlern auszutauschen und von anderen Einrichtungen zu hören. Wir  Treffen dort auf FSJler aus Krankenhäusern, Altenheimen, Behindertenstätten und Kindergärten. Wir sind froh, unser FSJ im Heinrich Pesch Haus zu machen, haben aber auch großen Respekt vor der Arbeit unserer Kollegen. Wir schätzen das gute Arbeitsklima, das offenbar nicht selbstverständlich ist.

Einen Umzug im Haus haben wir auch schon hinter uns. Unser neues Büro ist zwar kleiner, aber mit allem ausgestattet, was man braucht.

Vorgesetzte heißen im freiwilligen sozialen Jahr Praxisanleiter. Für uns ist das Jana Schmitz-Hübsch und in Vertretung Kai Stenull. Sie geben Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten und Themen der Familienbildung und der Jugendbildung. Sie sind dafür zuständig, dass immer genügend Aufgaben auf uns warten und uns nicht langweilig wird. Dabei haben sie stets ein offenes Ohr für unsere Anliegen.

Wir bekommen Einblicke in unterschiedliche Bereiche und lernen so viel Neues kennen.

X-und Y-Chromosomen bestimmen das Geschlecht eines Menschen. Bei den Veranstaltungen der Familienbildung und des Heinrich Pesch Hauses spielen Geschlechtergerechtigkeit und das Miteinander der Generationen eine große Rolle.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir unser FSJ sehr genießen und es eine gute Entscheidung war, sich diese Zeit für sich und für Andere zu nehmen.

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