Geschichten öffnen Horizonte

VIII. Internationales Erzählfest mit Geschichten aus aller Welt eröffnet — „Ein Bauchladen voller Geschenke“

Geschichten überraschen, bereichern, regen zum Nachdenken an und  können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene in ihren Bann ziehen. Das ist am Sonntagabend bei der Eröffnung des VIII. Internationalen Erzählfests im Heinrich Pesch Haus deutlich geworden. Zwei Geschichtenerzählerinnen und ein -erzähler nahmen die rund 100 Besucher mit auf eine Erzählreise rund um die Welt.  Ab heute touren internationale Erzählkünstlerinnen und -künstler durch die Metropolregion und erzählen großen und kleinen Menschen ihre Geschichten.

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und wenn einer auf das Erzählfest geht, kann er verreisen“, sagte Judith Trueper, Corporate Citizenship von der BASF SE. Jede Erzählung sei eine bereichernde Abenteuerreise und eine neue Inspiration, Dinge anders zu sehen. Daher sei das VIII. Internationale Erzählfest wie „ein Bauchladen voller Geschenke“.
Für Dr. Wolfgang Heer, Vorstand der Heinrich-Pesch-Stiftung geht es beim Erzählen darum, Geschichten und Märchen zu erhalten sowie Werte zu vermitteln. „Mit 148 Zeichen auf Twitter kann man keine Geschichten erzählen“, sagte er. Heers Dank galt dem Team des Erzählfests und der BASF SE, die das Erzählfest finanziell unterstützt. Auch die Heinrich-Pesch-Stiftung leistet einen Beitrag. Diese Unterstützung ermöglicht, dass die Tradition des Erzählens aufrecht erhalten wird.

„Geschichtenerzähler sind Traumtänzer. Wir glauben an die Phantasie“, sagte Susanne Tiggemann, die zusammen mit Selma Scheele die künstlerische Leitung des Internationalen Erzählfests innehat. Dass Geschichtenerzähler nicht nur Traumtänzer, sondern auch Querdenker sind, bewiesen dann Betsy Dentzer, André Wülfing und Susanne Tiggemann. Da war etwa die Geschichte von Onkel Gerd, der unbedingt beweisen wollte, dass die Welt rund ist. Dafür machte er sich auf den Weg, immer geradeaus der Nase nach. Nach umfangreichen Planungen kletterte er auf einer Leiter über das Nachbarhaus: „Tante Ingrid hat ihn nie wieder gesehen – ich auch nicht“, sagte André Wülfing. Susanne Tiggemann zog die Besucher mit ihrer Geschichte aus Japan in den Bann: Einem alten Mann wächst ein Apfelbaum auf dem Kopf, dann Pilze, später tummeln sich Kois in einem Teich auf seinem Kopf. Er verkauft die Produkte auf dem Markt und erweckt damit den Neid anderer Bauer. Erst als er die Reissamen, die inzwischen auf seinem Schädel sprießen, verschenkt, wird der Alte glücklich. Mit handfesten Beziehungstipps warteten Betsy Dentzer und André Wülfing auf. In ihrer Geschichte erfuhren die Zuhörenden, wie sich “ Streit vermeiden lässt. Ganz einfach – mit einem Mund voller Wasser lässt es sich schlecht sprechen und besser nachdenken. Der Musiker Thomas Gruber begleitete den Eröffnungsabend mit ungewohnten Klängen: Er spielte auf dem Hackbrett.

Viele weitere Geschichten kann man am Samstag, 21. September, in der „Langen Nacht“ hören. Sie findet von 18 bis 20 Uhr im illuminierten Park des Heinrich Pesch Hauses statt, der so zu einer ganz besonderen Kulisse für die Geschichten von insgesamt sechs internationalen Erzählkünstlerinnen und –künstlern wird. Bei schlechtem Wetter werden die Geschichten im Heinrich Pesch Haus erzählt.

Am Sonntag, 22. September, endet das diesjährige Erzählfest mit einem großen Familienfest. Von 11 bis 17 Uhr treffen große und kleine Freunde frei erzählter Geschichten im Park noch einmal auf ganz unterschiedliche Charaktere, die ihnen „Horizonte öffnen“ – passend zum Motto des Erzählfestes. Beginn ist um 11 Uhr mit einem ökumenischen Kinderwortgottesdienst in einem der Zelte. Es besteht durchgängig die Möglichkeit zu kommen.

Für diese beiden Veranstaltungen gilt: Der Eintritt ist frei.

Informationen zu allen Veranstaltungen des VIII. Internationalen Erzählfest: www.die-welt-erzaehlt.de

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