Oder: Wieso muss ich, was ich soll?

Zur Verbindlichkeit moralischer Urteile

08. Okt. 2018, 19:30 bis 21:00 Uhr

Jeder weiß, wie sich moralisches Sollen anfühlt: dringlich, unbedingt. Es ist nicht nur klug und geschickt, nicht zu töten, sondern apodiktisch geboten. Doch was soll das eigentlich heißen: „apodiktisch geboten“? Handelt es sich tatsächlich nur um ein Gefühl, welches uns anerzogen wurde, darüber hinaus jedoch keine Bedeutung besitzt? Oder entspricht dem Gefühl eine spezifische Form von Autorität, die sich rational nachweisen lässt?

Der bekannteste Vertreter einer apodiktischen Geltung moralischer Normen ist Immanuel Kant. In seiner Begründung des kategorischen Imperativs wendet er sich gegen jede Form einer Fundierung moralischer Geltung in den Neigungen und Gefühlen des Menschen. Wie aber sollen wir uns ein Handeln ohne Neigung überhaupt vorstellen? Worauf basiert moralisches Handeln, wenn wir keinerlei Gefühle berücksichtigen? Oder lässt sich beides miteinander verbinden?

Der Vortrag beantwortet diese Frage aus Sicht der aktuellen moralphilosophischen Diskussion und hilft zu verstehen, was es heißt, moralisch zu sein.

Referent: Dr. Daniel C. Henrich, philosophisches Seminar der Johannes Gutenberg-Universität; Forschung zu Bioethik und Gesellschaftstheorie; Promotion zur Ethik von Jürgen Habermas in Boston und Frankfurt; Habilitations-Projekt: „Moralische Verbindlichkeit und Natur“

Moderation und Leitung: Dr. Matthias Rugel SJ
Veranstaltung in Kooperation mit der Rupert Mayer-Gilde
Kostenbeitrag frei – Spende erbeten.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung unter: Tel. 0621 5999-162 oder online.

Für diese Veranstaltung wurden Fördermittel beim Land Rheinland-Pfalz beantragt.


Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar

Anmeldung

Buchungen sind für diese Veranstaltung geschlossen.

Kategorien

Religion & Spiritualität


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