Reflexionen über die “erste Materie”

Wo entstand die Welt?

21. Okt. 2019, 18:30 bis 20:00 Uhr

Wie hat die Welt und die Geschichte begonnen? Die zwei wichtigsten Antworten auf diese Frage sind: „Am Anfang war Gott“ oder „Am Anfang war der Zufall“. Was aber ist der Anfang? Es gibt wieder zwei weitverbreitete Antworten: mit dem Urknall beginnt die Zeit oder Gott hat die Zeit erschaffen. Wo aber soll das passiert sein? Nicht in der Materie oder im Raum, beide haben ja mit dem Urknall erst begonnen. Also vielleicht in Gottes Gedanken? Das trifft die Frage nicht, denn es geht ja darum, an welchem „Ort“ diese Gedanken (sollte es Gott überhaupt geben) konkret werden.
Das Problem ist schwer zu fassen. Schon Aristoteles hat spekuliert, dass es da eine ganz anders geartete Materie gibt, ebenso ewig wie Gott, die reine Potentialität. Er nannte sie „erste Materie“: Material des Urknalls, Ton für einen töpfernden Gott. Auch dies sind nur Bilder. Und doch helfen sie zu sortieren, inwieweit die Naturgesetze oder Gott für die konkrete raumzeitliche Welt verantwortlich sind. Anhand der Philosophie von Alfred N. Whitehead soll ausgearbeitet werden, wie insbesondere die Freiheit und Kreativität der Lebewesen in der „ersten Materie“ einen Urquell haben.

Dr. Matthias Rugel SJ ist Bildungsreferent am Heinrich Pesch Haus. Er studierte Mathematik und promovierte in Philosophie des Geistes und Metaphysik. Regelmäßig gibt er philosophische Kurse am HPH.


Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar

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