Gut entscheiden im psychiatrischen Kontext

09. Jul. 2015, 9:00 bis 16:00 Uhr

Psychiatrische Eingriffe beinhalten vielfältige moralisch relevante Probleme.  Wesentlich ist die Gratwanderung  zwischen Freiheit und Zwang, die psychisch kranken Menschen zugemutet wird. In jedem Einzelfall muss bedacht werden, dass Entscheidungen und Weichenstellungen für das weitere Schicksal des Betroffenen erhebliche Bedeutung haben.

Voraussetzung für eine gewaltfreie Psychiatrie und ein Menschenbild, das nicht ausgrenzt, sind bedürfnisgerechte Strukturen, aber auch eine Motivierung des Patienten zur Kooperation, die
Demütigung und Verwirrung verhindert und Vertrauen fördert.

Dazu gehört zum Beispiel, dass Freiheit wichtiger ist als Gesundheit und eine therapeutische Maßnahme daher abgelehnt werden darf, und dass das Ziel einer psychiatrischen Behandlung nicht nur Heilung betrifft, sondern auch die Verbesserung der Lebensqualität.

Diese Probleme sollen ebenso mit Hilfe einer theoretischen Analyse (Referat), durch Film-
und Bildbeispiele sowie durch die Diskussion konkreter Fälle bearbeitet werden.

Zielgruppe:
Ärzte, Pflegende, andere Heilberufe sowie
Mitglieder von Ethikkomitees sowie Ethikberater und -beraterinnen

Fortbildungspunkte:
Für diese Fortbildung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 7 FB-Punkte bei der „Registrierungsstelle beruflich Pflegender“.

Referentin:
Dr. Gisela Bockenheimer-Lucius, Ärztin und Projektleiterin des Frankfurter Netzwerkes Ethik in der Altenhilfe

Kostenbeitrag: 95 € inkl. Verpflegung
Anmeldung erbeten ist 25.06.2015.


Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar

Anmeldung

Buchungen sind für diese Veranstaltung geschlossen.

Kategorien

Ethik in Medizin & Pflege


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