Zur Aktualität eines alten Konzepts

Die sieben Todsünden und die moderne Ökonomie

06. Nov. 2019, 19:30 bis 21:00 Uhr

Die bereits in der christlichen Antike entwickelte und im Mittelalter verfeinerte Lehre der „sieben Todsünden“ beschreibt Haltungen, die zu einem Handeln verleiten, das besonders schädlich und insofern sündhaft ist Hochmut, Habgier, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit sind demnach verhängnisvolle Laster, die durch Tugend- und Charakterbildung verhindert oder doch beherrscht werden sollen.

Mit Blick auf die moderne Ökonomie lässt sich jedoch fragen, ob die ehemals als „Todsünden“ verurteilten Laster nicht längst zu treibenden Kräften des unbegrenzten Wachstums und des Konsumkapitalismus geworden sind, die durch Anreize systematisch aktiviert und genutzt werden. Sind die Laster der Einzelnen (bis vielleicht auf die Trägheit) nicht im Effekt Quellen unseres materiellen Wohlstands?

Der Vortrag beleuchtet die klassisch als „Todsünden“ bezeichneten Haltungen und versucht eine vielleicht provozierende Neubewertung: Hat nicht jeder dieser sieben Haltungen auch eine „gute Seite“, die allerdings unter bestimmten Umständen verloren gehen kann, sodass sie dann tatsächlich zum gefährlichen Laster wird? Und welche Rolle spielen der soziale Rahmen und nicht zuletzt die Wirtschaftsordnung für die Haltungen (und Laster) der Einzelnen?

Referent: Dr. Thomas Steinforth, Ludwigshafen

Ort: Friedrich-Spee-Haus, Edith-Stein-Platz 7, Speyer (barrierefreier Zugang)

Kostenbeitrag: 5 €

Um Anmeldung wird gebeten.

Veranstaltung des Forums Katholische Akademie

Verantwortlich: Bernhard Kaas (PGR der Dompfarrei) und Ulrike Gentner (HPH)

Information/Anmeldung:
KEB – Tel. 06232 102-180
HPH – Tel. 0621 5999-162


Veranstaltungsort
Friedrich-Spee-Haus

Anmeldung

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Kategorien

Religion & Spiritualität


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