Montagsgespräch mit Prof. Dr. Dr. h. c. Daniel Krochmalnik, Heidelberg

Das Hohelied als Quelle der Jüdischen Mystik

06. Feb. 2017, 18:30 bis 20:00 Uhr

Von wegen: Judentum = Gesetzesreligion, Christentum = Religion der Liebe. Das Hohelied der Liebe steht nicht im Neuen sondern im Alten Testament. Goethe, der zweifellos etwas vom Thema verstand und das Hohelied übersetzt hat, meinte, es sei das „Zarteste und Unnachahmlichste, was uns von Ausdruck leidenschaftlicher und anmutiger Liebe zugekommen ist“. Aber was hat diese Liebesdichtung, in der der Name Gottes nicht eigens vorkommt, in der Bibel zu suchen? Das Hohelied hat in der jüdischen Tradition keineswegs ein kümmerliches Dasein gefristet. Im Talmud steht, wenn alle Bücher in der Heiligen Schrift heilig sind, dann ist das Hohelied das Allerheiligste. Es gehört zu den Rollen, die regelmäßig im Gottesdienst gelesen wurden, und seine erotischen Metaphern sind in viele Gebete eingegangen.

Wie ist das Hohelied in der jüdischen Tradition ausgelegt worden? Wie stehen die modernen Auffassungen und Übersetzungen zum traditionellen Verständnis? Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Hohelied-Übersetzung des Religionsphilosophen und Bibelübersetzers Martin Buber gelegt werden.

Referent:  Dr. Dr. h. c. Daniel Krochmalnik, Professor für jüdische Philosophie, jüdische Geistesgeschichte und jüdische Religionspädagogik an der Hochschule für Jüdische Studien und Privatdozent für Jüdische Philosophie an der Universität Heidelberg
Leitung: Gangolf Schüßler SJ, Birgit Meid-Kappner

Kostenbeitrag erbeten.


Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar

Kategorien

Religion & Spiritualität


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