Diskussionsabend mit dem Auswärtigen Amt und ruandischer Botschafterin über Frauen – Menschen – Rechte

„Starke Frauen bahnen den Weg für Veränderungen“

Was kann die deutsche Außenpolitik unternehmen, um weltweit die Rechte von Frauen zu stärken? Wie kann Deutschland von den Erfahrungen in anderen Ländern profitieren, um geschlechterspezifische Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, die auch hierzulande noch existieren, zu überwinden?

Über diese Fragen diskutierte Christine Nkulikiyinka gemeinsam mit Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, und zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im HPH.
Christine Nkulikiyinka ist Botschafterin der Republik Ruanda in Deutschland. Die Mutter zweier Kinder hat an der Fachhochschule Ludwigshafen ihren Abschluss als Diplom-Betriebswirtin gemacht und war unter anderem 2005/06 Außenministerin ihres Landes.
Frauen tragen die Hälfte des Himmels, sagt ein chinesisches Sprichwort. Doch die Realität zeigt leider vielerorts, dass vor allem junge Mädchen oft noch die Hölle ertragen müssen. Die Welt braucht aber starke Frauen und starke junge Mädchen. Deshalb sind der Schutz und die Verbesserung der Situation von Frauen und Mädchen zentrale Bestandteile der Menschenrechtspolitik der Bundesregierung.
Prof. Böhmer war begeistert, wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einladung des Auswärtigen Amtes gefolgt sind, um mit der Botschafterin und mir über aktuelle Fragen der Frauen- und Menschenrechtspolitik zu diskutieren. Ruanda ist ein erstaunliches Beispiel für Fortschritte durch die Einsetzung gesetzlicher Quoten. 64 Prozent der Parlamentarier in dem Land sind Frauen. Sie ist überzeugt, „dass wir viel voneinander lernen können“,  und freut sich, „diesen Dialog auch in Zukunft fortzuführen und zu intensivieren“.
Auch Ulrike Gentner, stellvertretende Direktorin des HPH, spürte bei den Besucherinnen und Besuchern des Abends eine „unglaubliche Begeisterung, dass über solch wichtige Themen gesprochen wird. Angesprochen wurden Aspekte wie Rollenbilder von Männern und Frauen sowie deren Veränderungen in Deutschland, Ruanda und vielen anderen Ländern, Sexismus und Versklavung von Frauen und Mädchen aber auch die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, um eine stabile Gesellschaft aufzubauen und zu erhalten.  Für Ulrike Genter war wichtig die Frage, wie Menschen weltweit voneinander lernen können und auch die Überzeugung der Gäste des Abends: „Starke Frauen bahnen den Weg für Veränderungen.“

Hintergrund:
Die Veranstaltung ist Teil der Diskussionsreihe „Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken“, die das Auswärtige Amt dieses Jahr in zahlreichen Städten durchführt. Ziel ist es, den Austausch und die Diskussion über Deutschlands Rolle und Verantwortung in der Welt zu befördern und die Bürgerinnen und Bürger aktiv in diesen Prozess einzubinden.

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