Projekt des Heinrich Pesch Hauses und der Stadt Ludwigshafen – Unterstützung durch die Heinrich-Pesch-Stiftung

Spiel- und Sprachgruppe für Flüchtlingskinder

Der schnelle Spracherwerb der deutschen Sprache ist für Flüchtlinge und Asylsuchende unverzichtbar, damit sie sich in ihrer neuen Heimat einleben, integrieren, die Schule besuchen oder einer Berufstätigkeit nachgehen können. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder.
Rund 150 Kinder sind im vergangenen Jahr mit ihren Eltern als Flüchtlinge oder Asylsuchende nach Ludwigshafen gekommen. Wie viele es in diesem Jahr sein werden, kann man nur schätzen. Zu vermuten ist jedoch, dass ihre Zahl deutlich ansteigen wird.

Viele der Kinder – und auch Erwachsene – sind aufgrund ihrer Erlebnisse in der Heimat und auf der Flucht traumatisiert. An ein „normales“ Leben ist kaum zu denken. Erschwerend kommt hinzu, dass in den Kindertagesstätten aktuell keine freien Plätze vorhanden sind. Hier setzt ein Projekt an, das das Heinrich Pesch Haus in Kooperation mit der Stadt Ludwigshafen und mit Unterstützung der Heinrich-Pesch-Stiftung ab Oktober wieder anbietet: eine Spiel- und Lerngruppe für Flüchtlingskinder und ihre Mütter/Väter. Die Gruppe richtet sich an Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt und an deren Eltern.

Durch die Spiel- und Lerngruppe sollen den Kindern und ihren Eltern die Integration und der Erwerb der deutschen Sprache ermöglicht werden. In Spiel- und alltäglichen Situationen werden Sprache und Alltagskompetenzen erarbeitet. Außerdem sollen durch das Angebot  neue Kontakte angebahnt und so der Übergang der Kinder in Kita oder Schule erleichtert werden. Zwar stehen die Kinder im Fokus, doch sie sollen ihre neue „Umgebungssprache“ gemeinsam mit den Eltern erlernen. Dies ermöglicht außerdem bei Bedarf den Kontakt zu Beratungsdiensten und anderen Unterstützungsmaßnahmen. Daher trifft sich die Gruppe mit fünf bis acht Kindern ein Jahr lang an zwei Tagen pro Woche für je zwei Stunden. Sie werden von zwei pädagogischen Fachkräften – davon eine Sprachförderkraft – begleitet. Die Kosten pro Kind mit seiner Mama betragen 100 € je Monat.

Für das Projekt werden Spenderinnen und Spender gesucht, da die öffentliche Förderung nicht ausreicht. Altdekan Monsignore Erich Ramstetter hat seine Unterstützung bereits zugesagt: Im September wird er seinen 90. Geburtstag feiern und bittet anlässlich dieses Geburtstags um projektbezogene Spenden für die Stiftung.

Die Heinrich-Pesch-Stiftung wurde im Januar 2013 gegründet und unterstützt seither große Projekte des Heinrich Pesch Hauses. Dabei liegt ihr vor allem das Thema Bildung für Kinder und Erwachsene aus Familien mit wenig Einkommen am Herzen.

Foto ©: Yuliya Evstratenko / shutterstock

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