Grandioses Konzert und emotionale Grußworte beim 90. Geburtstag von Monsigore Ramstetter

„Sie sind ein Segen für unsere Stadt“

Ein grandioses Konzert fand am Sonntag anlässlich des 90. Geburtstags von Monsignore Erich Ramstetter in der Kirche St. Josef statt. Chor, Orchester und Solisten unter der Leitung von Dr. Elke Voelker boten „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn. Der Jubilar selbst hatte sich dieses Werk als Geburtstagsgeschenk gewünscht, war am Ende aber auch überrascht: „Ich wusste nicht, dass das so ein großartiges Projekt werden würde“, bedankte er sich bei allen Beteiligten.

Aber er hatte gute Gründe dafür, sich ausgerechnet dieses Oratorium zu wünschen. Darüber berichtete sehr persönlich nach dem Konzert. Er erzählte von seinen Erlebnissen und Empfindungen im Jahr 1945, als er aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückkam. „Als ich die Pfalz sah, dachte ich: Gott, was hast du für eine schöne Welt geschaffen“, erinnert er sich. Von diesem Gefühl von Freiheit und Glück, das er erlebt habe, spreche auch die Bibel im Schöpfungsbericht: „Gott sah, dass alles gut war.“

Die Zeiten nach Kriegsende waren hart; Ramstetter erzählte einiges aus seiner Familie und seiner Umgebung. Und trotzdem sei da eine große Zuversicht bei den Menschen gewesen. „In dieser positiven Sicht zeigt sich ein Erahnen, dass der, der die Welt erschaffen hat, sie auch zu einem guten Ende führen wird. Und das ist auch zu finden in der Schöpfung.“

Es war ein sehr emotionaler Nachmittag rund um das Konzert. Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse rühmte den ehemaligen Dekan und Ehrenbürger der Stadt als „wunderbaren Pfarrer und Seelsorger“, der theologisch und menschlich immer überzeugend sei. Neben ihren eigenen Begegnungen hob sie sein Engagement für die Kinder und Jugendlichen der Stadt hervor, die sich unter anderem in der Gründung der katholischen Freizeitstätten zeige sowie in der Unterstützung bei der Gründung des Heinrich Pesch Hauses und seinem Einsatz im Jugendhilfeausschuss.  Die Entwicklung der Stadt habe er stets hilfreich begleitet. Lohse beendete ihr Grußwort mit: „90 Jahre sind ein gesegnetes Alter, und Sie sind ein Segen für unsere Stadt.“

An Stelle von Geburtstagsgeschenken hatte sich der Jubilar Unterstützung für die Heinrich-Pesch-Stiftung und besonders für zwei Projekte des Heinrich Pesch Hauses gewünscht. Seit dem vergangenen Jahr werden über ein Patenprogramm Kinder aus Familien mit wenig Einkommen unterstützt, damit sie am Kinderferienprogramm teilnehmen können. Zudem startet im Oktober eine Spiel- und Sprachgruppe für Flüchtlingskinder. Dr. Wolfgang Heer, Vorsitzender der Heinrich-Pesch-Stiftung, erläuterte deren Anliegen: „Es geht darum, Flüchtlingskindern und deren Eltern Sprach- und Alltagskompetenzen zu vermitteln, damit sie hier gut ankommen und integriert werden können.“ Zwar wird das Angebot mit öffentlichen Mitteln unterstützt, doch die, so Heer, reichen nicht aus. Deshalb hat sich die Heinrich-Pesch-Stiftung entschieden, hier mitzuhelfen. Außerdem sichert die Stiftung den Bestand und die Weiterentwicklung der Bildungsarbeit und Projekte. Diese Arbeit bezeichnet Monsignore Ramstetter als „wertvolle Arbeit“.

Für weitergehende Informationen  hatte das HPH Infostände vor der Kirche und im Festzelt aufgebaut. Dort war nach dem Konzert noch viel Zeit, sich zu informieren und zu unterhalten. Denn es folgte ein großes Geburtstagsfest auf der Pfarrwiese, an dem sich viele Helfer beteiligten.

Drei Kinder, die in diesem Jahr am Kinderferienprogramm teilnehmen durften, bedankten sich für diese Unterstützung stellvertretend für viele andere mit Sonnenblumen. Ramstetter nahm sie gerührt entgegen und ermunterte die Kinder: „Nächstes Jahr kommt ihr wieder!“

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