Was mich bewegt - eine Seminarreihe für Frauen und eine für Männer

Sich selbst spielerisch auf die Spur kommen

„Was mich bewegt … – so sind zwei Seminare überschrieben, die das Heinrich Pesch Haus anbietet. Doch nur der Titel ist bei beiden Veranstaltungen gleich: Das eine Seminar – es findet am Wochenende 26./27.11.2016 statt – ist für Männer konzipiert. Das andere beginnt am Mittwoch, 08.03.2017 (neue Termine), besteht aus fünf Abendveranstaltungen und richtet sich an Frauen.

Das Frauenseminar wird geleitet von Martina Ditscher und Ulrike Strubel, das für die Männer von ihren Ehemännern Markus Ditscher und Werner Strubel. Die Themen sind durchaus ähnlich und drehen sich um Fragen wie: „Wie gestalte ich mein Leben? Was macht mich aus?“

Im Vorfeld der Seminare hat Brigitte Deiters mit den vier Referenten gesprochen.

An wen wenden sich die Seminare?

Das Seminar für Frauen knüpft an die Reihe „Was mich bewegt“ an, die seit zwei Jahren im HPH erfolgreich angeboten wird. Die Einheiten sind in sich abgeschlossen und erfordern keine Vorerfahrungen.
Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen mit dem Angebot von „zwei Frauen für Frauen“ lag es nahe,  ein solches Angebot auch für Männer anzubieten. Das Interesse, ein solches Seminar zu besuchen, ist bei Männern leider oft nicht so groß. Bei  Angeboten, die sich an beide Geschlechter richten, sind Männer meistens  in der Minderheit. In den letzten Jahren hat der Anteil der Männer aber schon merklich zugenommen.

Die Arbeit in einer Gruppe von Männern – bzw. Frauen – ermöglicht Prozesse, die sich bei gemischten Seminarangeboten aus unserer Sicht nicht so leicht ergeben. Im Idealfall profitieren die Teilnehmer von der Offenheit, die sich bei geschlechterbezogenen Angeboten schneller einstellt. Wobei wichtig ist: Jeder bringt nur so viel Offenheit ein, wie er möchte – und immer die Themen, die einen in der jeweiligen Situation beschäftigen.

In welchem Alter sind die Fragen, die Sie stellen, für Frauen und Männer relevant?

Die Themen sind für Jeden relevant, unabhängig  von der aktuellen Lebenssituation. Unser Angebot ist geeignet, sich mit der aktuellen Lebenssituation auf eine neue Art zu beschäftigen.

Ziel ist es, sich selbst spielerisch leicht auf die Spur zu kommen. Die Teilnehmenden können sich im Rahmen der „Angebote“ mit ihren individuellen Themen beschäftigen.  Das Angebot beinhaltet keine Altersbeschränkung. Unsere bisherige  Erfahrung ist, dass besonders Frauen in der Lebensmitte sich von dem Seminar angesprochen fühlen. Nun sind wir gespannt, wie es bei den Männern sein wird.

Unterscheiden sich die Anliegen von Männern und Frauen?

Die Fragen, die wir stellen, unterscheiden sich nicht wesentlich. Frauen und Männer wollen alle ein glückliches Leben, wollen ihren Platz im Leben haben und möchten geschätzt werden. Es sind weitgehend die gleichen Fragen, die sowohl Frauen als auch Männern helfen, den Blick auf Wesentliches zu richten.

Worin unterscheiden sich die Arbeitsformen in den Seminaren für Männer oder Frauen?

Der wesentliche Unterschied ist das zeitliche Format. Der Wochenrhythmus für Frauen hat den Vorteil, dass die am Abend gemachten Erfahrungen direkt in den Alltag übertragen werden können. Beim nächsten Treffen gibt es zu Beginn immer Zeit für einen Erfahrungsaustausch.

In Gesprächen mit Männern haben wir festgestellt, dass eher die Bereitschaft besteht, in ein Wochenende zu investieren, als fünf Abende „frei zu halten“. Falls sich nach dem Wochenende  Interesse für eine Seminarreihe an fünf Abenden ergibt, würde uns das freuen. Die Übertragung von Erfahrungen und Ideen in den Alltag wird  dann noch effektiver unterstützt.

Gibt es aus Ihrer Erfahrung Unterschiede im Verlauf von Seminaren für Frauen bzw. für Männer?

Was es zu entdecken gibt, ist bei Männern und Frauen tendenziell unterschiedlich: In der Regel versuchen insbesondere die Männer, einzelne Lebensfragen durch kognitives Denken zu lösen und das Ergebnis umzusetzen. Das Seminarangebot kann ihnen dann zum Beispiel helfen zu entdecken, was ihnen neben den einzelnen Lebensfragen „eigentlich“ noch viel wichtiger ist. Zum Beispiel ihre eigenen Bedürfnisse klarer zu spüren, die Gestaltung von Beziehungen und der Umgang mit sich selbst.

Frauen haben dagegen in der Regel die Tendenz, ihre Gefühle als Wahrheiten zu werten, und aus diesen Gefühlen heraus zu handeln. Das Seminarangebot kann Menschen mit dieser „Standardstrategie“ zum Beispiel helfen zu entdecken, dass Gefühle keine Tatsachen sind und eine Reflexion der eigenen Gefühle vor dem Handeln oft sinnvoll ist. Zum Beispiel um eine Eskalation zu vermeiden und sowohl klug als auch authentisch zu handeln.

Aber Vorsicht: Diese Tendenz-Aussagen über Männer und Frauen geben Wahrscheinlichkeiten wieder. Im Einzelfall kann das immer ganz anders sein.

Was ist im Idealfall das Ergebnis für die Frauen und Männer, wenn sie sich anmelden?

Wichtig ist für alle Teilnehmenden,  den Austausch über Themen anzustoßen, die sie wirklich bewegen. Sie empfinden das in der Regel als wohltuend – und sind erleichtert zu erfahren, dass es Anderen ähnlich ergeht wie ihnen selbst. Im Idealfall lernen sich die Teilnehmenden im Verlauf des Seminars selbst besser kennen, entwickeln Lösungsansätze für den Alltag und erweitern ihre Möglichkeiten, das Leben zu gestalten.

Mehr Information zum Angebot für Frauen und für Männer  finden Sie auf der Homepage.

brid / 21.10.2016

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