Erster Vortrag am 27. Oktober - "Was Sterbende von uns brauchen"

Reihe “Im Angesicht der Ewigkeit” wird fortgesetzt

Von Oktober 2020 bis April 2021 befassen sich die Leiterin des Bildungswerks Hospiz Elias Miriam Ohl, die Kinder- und Familientrauerbegleiterin Stephanie Witt-Loers, die Ärztliche Leiterin des Kinderpalliativdienstes Rhein-Neckar Dr. Daniela Klose, Pastoralreferent Gerrit Schütt und Palliativpsychologe Jan Gramm mit verschiedenen Aspekten des Lebensendes.
Die Vortragsreihe „Im Angesicht der Ewigkeit“ zwischen November 2019 und Juni 2020 hatte eine große Resonanz und zeigte, wie groß das Interesse der Menschen am Thema Vergänglichkeit, Sterben und Tod ist. Und es waren nicht nur ältere Menschen, die sich damit auseinandersetzen wollten, auch Jüngere, Gesunde und Kranke. Aus diesem Grund setzt das Heinrich Pesch Haus die Vortragsreihe fort.

Was Sterbende von uns brauchen

Am Dienstag, 27. Oktober (ACHTUNG – VORTRAG VERSCHOBEN AUF 2021), spricht Miriam Ohl, Krankenschwester und Leiterin des Bildungswerks Hospiz Elias, um 19 Uhr über “Was Sterbende von uns brauchen”. „Der sterbende Mensch braucht Menschen, die ihn anschauen, ihm zuhören und nicht im Leid wegsehen. Dafür müssen wir als Außenstehende unsere Scheu vor dem Tod ablegen. Sterben: das ist immer einer Mischung aus aktiv und passiv, aus selbst handeln und behandelt werden”, sagt Miriam Ohl. Die Leitrin des Bildungswerks Hospiz Elias in Ludwigshafen weiß aus langjähriger und praktischer Erfahrung, wie wir die körperlichen, psychischen, sozialen und existenziellen Nöte des Sterbenden lindern können. Der Vortrag richtet sich an pflegende Angehörige, an professionell Pflegende, an Ärztinnen und Ärzte sowie an alle am Thema Interessierte. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Präsenzveranstaltung, die in der Aula des HPH stattfindet.

Wie Kinder Verluste erleben

Am Donnerstag, 26. November, referiert Stephanie Witt-Loers um 19 Uhr über “Wie Kinder Verlust erleben und wie wir sie hilfreich begleiten können”. Die Kinder- und Familientrauerbegleiterin und Buchautorin weiß: “Kinder trauern wie Erwachsene so schwer, so lang, aber anders“. Da in der Kindheit erfahrene Verluste und deren Bewältigung Einfluss auf die weitere Entwicklung und Bindungsfähigkeit des Kindes haben, ist es wichtig, Kinder mit dem Erlebten nicht alleine zu lassen und sie einfühlsam zu unterstützen. Denn nur wenn wir erlauben, dass unsere Kinder Verluste und endgültige Abschiede durchleben dürfen, helfen wir ihnen, daran zu reifen und zu wachsen.
Der Vortrag soll Informationen über Trauerprozesse von Kindern geben, durch Beispiele aus der Praxis der erfahrenen Trauerbegleiterin Unsicherheiten verringern und Ideen aufzeigen, die einen hilfreichen Umgang mit trauernden Kindern in ihren Alltagsbezügen führen kann. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierte, auch an Erzieherinnen, Lehrerinnen und andere Menschen, die im außerfamilären Kontext auf trauernde Kinder treffen. Es handelt sich um eine Hybridveranstaltung, das heißt, die Referentin wird zugeschaltet und die Teilnahme ist im HPH oder digital möglich.

Palliative Begleitung unheilbar kranker Kinder

Mit Dr. med. Daniela Klose, Ärztliche Leitung Kinderpalliativteam-Rhein Neckar, und der Pastoralreferentin Gerrit Schütt geben am 18. Februar 2021 gleich zwei Expertinnen Ratschläge, wie man unheilbar kranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien palliativ begleiten kann. So haben Familien etwar Anspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Der Vortrag richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, an professionell Pflegende und Interessierte

Warum der Tod zum Leben gehört

Am Donnerstag, 22. April 2021, befasst sich der Palliativpsychologe Jan Gramm mit der Frage, warum der Tod zu unserem Leben gehört. Er stellt dar, warum es wichtig ist, den Tod zu integrieren, gleichsam als selbstverständlicher Teil einer bewussten und reifen Lebenshaltung. Denn auch wenn jeder weiß, wie zerbrechlich das Leben ist, werden Sterben und Tod weitgehend aus unserem Leben verbannt. Die Veranstaltung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, an Psychologinnen und Psychologen, an Pflegekräfte und Interessierte. Es handelt sich ebenfalls um eine Hybridveranstaltung.

Die Veranstaltungsreihe „Im Angesicht der Ewigkeit“ wird unterstützt vom Verein der Förderer und Freunde des Heinrich Pesch Hauses.

Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter Telefon 0621 5999-175 oder per Mail an anmeldung@hph.kirche.org gebeten.
Bild: Pixabay/truthseeker08
07.10.2020

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