Verlässliche Strukturen für Haupt- und Ehrenamt ausschlaggebend für Erfolg in der Bildungsarbeit mit Geflüchteten

Räume für Teilhabe eröffnen

Die Spiel- und Sprachgruppe für Flüchtlingsmütter und ihre Kinder hat einen festen Platz im Heinrich Pesch Haus gefunden. Inzwischen ist es für die Frauen zur Selbstverständlichkeit geworden, an zwei Vormittagen jede Woche regelmäßig und pünktlich hierher zu kommen. Mit ihren Kindern, die noch keinen Kitaplatz haben, erlernen sie die deutsche Sprache und lernen Wichtiges über das Leben in Deutschland verstehen.

„Wir sehen viele und große Fortschritte“, sind sich die Leiterinnen dieses Angebots einig. Sie sind Fachfrauen in ihrem Gebiet und Honorarkräfte für die Sprach- und Spielgruppe. Die Fachfrauen sind unverzichtbar für das Gelingen der Gruppe, weiß Jana Schmitz-Hüsch, Referentin der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus.

Gerade war Ulrike Gentner, Stellv. Direktorin HPH, als Teilnehmerin beim ersten „Deutschen Engagementtag“ mit hunderten von ehren-und hauptamtlich Engagierten aus ganz Deutschland in Berlin. Gemeinsames Thema war: „Engagement für den Zusammenhalt in unserer Einwanderungsgesellschaft“. „Es war eindrucksvoll zu sehen und zu hören, wie Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen aufgebaut sein muss, damit sich Engagement entfalten und Reibungsverluste vermieden werden können“, so Ulrike Gentners Fazit nach der Tagung.

„Ehrenamt braucht Hauptamt“, diese Forderung stellte unter anderem Honey Deihimi, Leiterin des Referats Gesellschaftliche Integration im Bundeskanzleramt. Dieses Zusammenspiel bewirkt viel Gutes  –  auch im HPH in der gesamten Arbeit mit Geflüchteten. Dr. Matthias Rugel SJ beispielsweise organisiert mehrere Sprachkurse für Erwachsene, die nur mit Hilfe von rund 30 Ehrenamtlichen möglich sind. Die Geflüchteten lernen die deutsche Sprache als wesentlichen Schlüssel zu Integration, werden jeden Freitag zu einer Exkursion in der Stadt begleitet, bei der sie das Gelernte konkret anwenden können, und werden zu zahlreichen Veranstaltungen eingeladen.

In der Spiel- und Sprachgruppe mussten die beiden Honorarreferentinnen in der Vergangenheit viel Vertrauen aufbauen. Schließlich haben die Frauen und Kinder Schreckliches erlebt. Aber hier dürfen sie das Gefühl von Sicherheit und angenommen Werden erleben.

„Dieses Vertrauen müssen wir uns als Familienbildung im HPH auch außerhalb erarbeiten“, betont Gentner. Die entsprechenden Fachstellen in Ministerien und in der Stadt Ludwigshafen schätzen die Verlässlichkeit des HPH. Ein gewachsenes Netzwerk von Fachkräften und Institutionen schafft die Voraussetzung für eine gute Förderung und Betreuung der geflüchteten Menschen.

„Wir wollen als Einrichtung glaubwürdig, seriös und kompetent sein“, so Ulrike Gentner weiter. „Denn nur so kann es auch gelingen, Sponsoren und Spender für diese wichtige und wertvolle Arbeit zu finden – auf dem Weg von der Willkommenskultur in die Teilhabekultur.“

„Unsere Arbeit mit Geflüchteten und mit finanziell schwach gestellten Familien wäre ohne private und öffentliche Förderung nicht möglich“, weiß auch P. Johann Spermann SJ. Der Direktor des HPH ist überzeugt davon, dass es eine Aufgabe des HPH ist, sich gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und Angebote zu schaffen, bei denen sich ganz unterschiedliche Menschen begegnen und gemeinsam miteinander und voneinander lernen.

brid / 22.11.2016

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