Fazit des VI. Internationales Erzählfestes:

Nicht nur das Erzählerdorf war ein voller Erfolg

Nun ist es vorbei: das VI. Internationale Erzählfest 2015 in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Resonanz war überwältigend – bei den zahlreichen großen und kleinen Besuchern ebenso wie bei den Erzählkünstlern und dem Organisationsteam, die die Atmosphäre und das Miteinander ebenso erleben durften.

Nach zehn Tagen voller Geschichten sind nun Nacharbeit und Statistik angesagt: 8800 Menschen wurden in mehr als 80 Erzählveranstaltungen erreicht, davon rund 6200 Kinder und 2600 Erwachsene. Das sind 3100 Menschen mehr als beim Internationalen Erzählfest  2013! Und dabei kamen  nicht einmal alle zum Zug, die sich gerne angemeldet hätten.

Eine Neuheit war das Erzählerdorf im Park des Heinrich Pesch Hauses  – und es war das ganze Wochenende über ein voller Erfolg. Los ging es dort am Freitag mit dem „Zwergentag“, zu dem Vorschulkinder eingeladen waren. Die Nachfrage war gigantisch: Rund 250 Kinder, begleitet von rund 50 Erziehern, kamen, um Geschichten zu hören, in der Dornröschenecke kreativ  zu sein, nach Gold im Stroh zu suchen, am historischen Postamt einen Brief aufzugeben oder an der Kochstelle Gudrun Rathke dabei zuzuhören und zuzusehen, wie sie eine „Nagelsuppe“ kocht und die dazu gehörige Geschichte erzählt.

Weiter ging es am Samstagabend mit der Langen Nacht für Erwachsene und Geschichten „von Hütten und Palästen“. Da war der Park zauberhaft beleuchtet, und wer den Weg ins HPH gefunden hatte – es waren über 220 Menschen – der blieb fast ausnahmslos bis zum Schluss. Die Feuerstellen und die Suppe halfen über kühlere Momente hinweg. Und zur großen Schlussrunde unter der Pagode kamen so viele, dass es von selbst warm wurde.

Mit dem großen Familientag bei der Familienbildung im HPH ging das Erzählfest sonntags zu Ende. Noch einmal kamen große und kleine Freunde erzählter Geschichten in das Erzählerdorf in den Park des HPH.  Sie trafen auf sieben Erzählerinnen und Erzähler aus fünf Ländern und hörten ihre Geschichten an der Feuerstelle, in einem der beiden Erzählzelte oder vor dem bunten Zirkuswagen von Joe Baele.

Einige Impressionen: Das Erzählzelt ist brechend voll, Kinder sitzen nah beieinander schon seit fast einer halben Stunde. Vor ihnen steht Thomas Hoffmeister-Höfener und flüstert! Als ob er ein Geheimnis erzählen würde, so leise ist er – und trotzdem ist er bis in die hinterste Reihe  gut zu verstehen. Denn all die Kinder sind fasziniert und machen keinen Mucks – sie könnten ja etwas verpassen.

Ein kleiner Junge will ins Zelt, in dem gleich Marco Holmer von einem gefährlichen Gang durch den Großstadtdschungel der Stadt erzählt und André Wülfing von Manni Maus. „Da ist ja schon voll“, mault er enttäuscht. „Da finden wir schon noch einen Platz“, beruhigt die Oma – und tatsächlich, mit ein bisschen rücken haben noch viel mehr Menschen Platz – bis Susanne Tiggemann das Zelt schließt.

Am Ende einer Geschichte fragt ein Junge Ragnhild MØrch: „Und wann gibt’s den Stempel?“ Thomas Hoffmeister-Höfener antwortet: „Nach der letzten Geschichte“, und erntet ein begeistertes: „Echt, erzählst du noch eine?“ Es wird noch eine Geschichte erzählt und dann noch eine weitere. Aber um 17 Uhr endete das VI. Internationale Erzählfest MRN, gesponsert von BASF SE.

Weniger Stunden später ist der Park leer, nichts erinnert mehr an die phantastische Umgebung. Aber die Eindrücke und Erinnerungen bleiben.

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