Dag Heinrichowski: Pflegepraktikum und Leben mit Jesuiten als „Experiment“

Neues Mitglied auf Zeit in der Jesuitenkommunität

Ein neuer Bewohner ist für zwei Monate in die Jesuitenkommunität im Heinrich Pesch Haus eingezogen: Dag Heinrichowski. Der 24jährige hat im September sein Noviziat, der erste Schritt zum Eintritt in einen Orden, in Nürnberg begonnen und absolviert derzeit sein „erstes Experiment“ in dieser Zeit: ein Pflegepraktikum in der BG Unfallklinik (BGU) und das Leben in einer Kommunität.
„Ich habe mir Ludwigshafen nicht ausgesucht, aber ich habe mich gefreut, dass ich hierher komme“, sagt der gebürtige Hamburger. „Ich finde das Heinrich Pesch Haus spannend und hoffe, dass ich auch etwas von der Arbeit hier mitbekomme, und ich möchte Vorträge und andere Veranstaltungen besuchen.“ Aber dazu muss er erst einmal die Zeit finden, denn das Praktikum ist eine Vollzeitstelle. Die Arbeit ist eine erste Herausforderung für ihn, bei der er ganz unterschiedlichen Menschen begegnet, mit ihnen in Kontakt tritt, das Arbeiten in einem „normalen Betrieb“ kennenlernt und sicher auch eigene Grenzen wahrnehmen wird. „Das hat schon etwas mit Verfügbarkeit und Sendungsbereitschaft zu tun“, sagt er.

Dag Heinrichowski ist „jesuitisch geprägt“, wie er erzählt: Sein Abitur hat er in Hamburg an der Sankt-Ansgar-Schule gemacht, einem katholischen Gymnasium in ignatianischer Tradition, vier Semester hat er Theologie und Philosophie an der philosophisch-theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt studiert, bevor er sein Freijahr in Schweden absolvierte. Neben dem Bachelor in Philosophie machte er dort verschiedene Praktika, unter anderem ein Gemeindepraktikum in einer Jesuitenpfarrei. Spätestens dort ist ihm bewusst geworden, dass er nicht nur Priester werden möchte, sondern auch in den Jesuitenorden eintreten möchte.

Das verlängert seine Ausbildungszeit, aber das genießt der junge Novize auch. „Diese Zeit ist wichtig zum Ausprobieren, und um mich, Gott und andere Jesuiten kennenzulernen“, betont er. Und bestimmt bleibt dabei auch Zeit, sein Hobby Musik wieder mehr zu pflegen: „Ich höre gerne Klassik, aber ich spiele auch Klarinette. Vielleicht hört man in nächster Zeit manchmal Töne aus dem fünften Stock“, lacht er. Außerdem ist er gerne draußen unterwegs, und auch deshalb freut er sich über seinen Aufenthalt in Ludwigshafen: „Eine Stadt mit Wasser finde ich toll, das kenne ich ja auch aus Hamburg.“

brid / 12.01.2016

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