Der „fremde“ kulturelle Hintergrund des Patienten

Neue Ausgabe der LER befasst sich mit dem Thema „Transkulturelle Pflege“

Die neue Ludwigshafener Ethische Rundschau greift als Schwerpunktthema die  »Transkulturelle Pflege« auf: Die Menschen der ersten Generation von „Gastarbeiter-Familien“ sind jetzt in einem Alter, in dem sie verstärkt auf Pflege und medizinische Versorgung angewiesen sind. Dem muss in Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen Rechnung getragen werden; mehr noch: Eine Weiterentwicklung ist ohne den Aspekt der Transkulturalität nicht denkbar.

Wie gewohnt, beleuchtet die LER auch dieses Schwerpunktthema aus verschiedenen Blickwinkeln: Dr. Frank Kressing vom Ulmer Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin schreibt beispielsweise: „Ergebnisse der medizinischen Versorgungsforschung deuten auf ausgeprägte Zugangsbarrieren zu Gesundheitsleistungen für Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland hin. Dies erfordert eine besondere Fürsorgepflicht gegenüber Patienten ausländischer Herkunft, welche durch eine kultursensible Behandlung und Pflege gewährleistet werden soll.“ In einem weiteren Bericht werden zentrale Begriffe des Themas geklärt.

Die Pflegepädagogin Edith Schuster stellt einen transkulturellen Reflexionsbogen vor. Sie weiß: Themen wie Fremdheit in Grenzerfahrungen sind in der Pflege alltäglich. Pflegende müssen sich nicht nur mit Menschen und ihren unterschiedlichen Erkrankungen vertraut machen, sie müssen sich auch mit verschiedenen Ein- und Vorstellungen auseinandersetzen. Der Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund gehört zum Alltag. Transkulturelle Kompetenz als erweiterte Sozialkompetenz sollte zu den Qualitätsstandards einer jeden Einrichtung gehören. Ein Reflexionsbogen dient in erster Linie als anregende Diskussionsgrundlage und kann sowohl von Leitungen, von Mitarbeitern/-innen, wie auch von Klinikleitungen und Trägern als Hilfsmittel zur Einschätzung des jeweiligen Status quo benutzt werden.

Die Krankenschwester und Diabetesberaterin Birsen Terzi erläutert in einem Interview, was sie unter „kultursensibler Pflege“ versteht. Sie selbst hat türkische Wurzeln und weiß, dass die gemeinsame Sprache ein wichtiger Baustein ist, um Menschen aus anderen Ländern zu verstehen – aber nicht der einzige.

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