Krippe in der Kapelle des HPH zeigt die Herbergssuche

Künder des Adventsgeschehens

Maria, Josef und das Jesuskind, dazu Ochs und Esel, ein Engel und die Hirten – diese szenische Darstellung der Geburt Christi ist die wohl häufigste Krippenszene. Doch gibt es auch Krippen, die die biblische Geschichte vor dem 24. Dezember erzählen. Die Krippe in der Kapelle des Heinrich Pesch Hauses stellt die Herbergssuche von Maria und Josef dar.

Weihnachten immer wieder anders

Gebaut hat sie Markus Trescher. Er baut schon seit über 40 Jahren Krippen. Das ist Tradition in seiner Familie. „Schon mein Vater hat für uns jedes Jahr zu Weihnachten eine neue Krippe gebaut“, erzählt er. Diese Tradition führt der Maudacher fort und baut für seine Familie seit 1976 jedes Jahr eine neue Weihnachtskrippe. Die Geburt Jesu mit Maria, Josef, den Hirten und den drei Heiligen Königen lässt er dabei immer wieder in einer anderen Umgebung stattfinden. Manchmal findet Weihnachten in einer römischen Ruine statt, in einem Stall in Jerusalem oder in einem Bauernhaus in den Alpen.

Märchenkrippe

„Einmal habe ich sogar eine Märchenkrippe gebaut“, erzählt Trescher. In der Krippenlandschaft hat er Szenen aus Grimms Märchen wie zum Beispiel den Froschkönig, Rapunzel und Hänsel und Gretel dargestellt. Im vergangenen Jahr hat er für seine Frau eine Schwarzwälder Krippe gebaut. „Das hat sie sich gewünscht“, erzählt der Krippenbauer. Er hat dafür einen Schwarzwälder Hof aus dem 16. Jahrhundert nachgebaut, der in einer Schneelandschaft steht.

Krippen für soziale Einrichtungen

Im Laufe der Jahre hat der Krippenbauer außerdem viele Krippen für Freunde oder soziale Einrichtungen gebaut. So stehen seine kleinen Weihnachtskunstwerke in der Kapelle und auf der Palliativstation des Marienkrankenhauses sowie im Hospiz Elias. Auch die große orientalische Krippe, die Weihnachten im Heinrich Pesch Haus steht, stammt von ihm.

Angehender Krippenbaumeister

Das Krippenbauen macht dem 66-Jährigen so viel Spaß, dass er eine Ausbildung zum Krippenbaumeister macht. Vier Jahre dauert diese und umfasst viele kleine Prüfungen. Wurden im ersten Jahr Grundkenntnisse zum Bau verschiedener Modelle mit unterschiedlichen Materialien vermittelt, galt es im zweiten Ausbildungsjahr, eine orientalische Krippe zu bauen. „Man versucht, Bethlehem vor 2000 Jahren nachzuempfinden“, beschreibt er die Aufgabenstellung. Der erste Teil der großen Krippe für das Heinrich-Pesch-Haus entstand in dieser Ausbildungsphase.
In diesem Jahr stand der Bau einer heimatlichen Krippe auf dem Lehrplan. Der Kurs schließt dann mit dem Bau einer Krippe ohne Hilfestellung ab, was für den erfahrenen Krippenbauer kein Problem darstellen dürfte. „Ich habe nicht geahnt, was man noch alles dazulernen kann. Das ist schon gewaltig“, sagt er.

Botschaft der Geburt Christi

Der Krippenbau ist für Markus Trescher nicht nur ein Hobby, sondern ein echtes Herzensanliegen, begründet in seinem Glauben: „Das christliche Leben gerät immer mehr in den Hintergrund. Mir ist es ein Anliegen, die Botschaft der Geburt und vom Leben Christi, also den Glauben, wieder in die Bevölkerung zu bringen“, erklärt er seine Leidenschaft. Die Krippen, die viele Menschen, auch Kinder, anziehen, sind für ihn dazu das geeignete Mittel, vermitteln sie die Frohe Botschaft doch in Bildern und erreichen Menschen so auf einer anderen Ebene als durch Worte.

Projekt Jahreszeitenkrippe

Einen großen Wunsch hat der Krippenbauer aus Leidenschaft: „Mir schwebt eine Jahreszeitenkrippe vor“, sagt er. Mit einer Passionskrippe, die das österliche Geschehen darstellt, hat er dazu schon den ersten Schritt getan.

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