25 Jahre Bildungsfreistellung in Rheinland-Pfalz

Konfessionelle Träger ermutigen zu Weiterbildung

Das Bildungsfreistellungsgesetz in Rheinland Pfalz feiert 25. Geburtstag. Berufstätige haben das Recht auf zehn Tage Bildungsfreistellung in einem Zeitraum von zwei Jahren. Auch Bildungsveranstaltungen des Heinrich Pesch Hauses wurden vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur anerkannt.

Zusätzlich zur Gratulation haben sich die konfessionellen Träger der Erwachsenenbildung im Land etwas Besonderes einfallen lassen: Die Initiative „Frei für Bildung“ weist mit YouTube-Film, Postkarten und weiterem Infomaterial auf dieses Recht hin und ermutigt Erwerbstätige, aktiv zu werden und die Chancen zur beruflichen und gesellschaftspolitischen Weiterbildung zu ergreifen.

Welche Veranstaltung – berufliche oder gesellschaftspolitische Weiterbildungen – Arbeitnehmer_Innen wählen und zu welchem Thema, bestimmen sie selbst und freiwillig. Der Arbeitgeber bezahlt in dieser Zeit das Gehalt weiter, wie bei einem normalen Erholungsurlaub. Die Kosten für die Weiterbildung zahlen die Teilnehmenden selbst.

Es geht nicht nur um das Frei-sein von Arbeit, sondern um praktische Angebote, bei denen es neben fachlicher auch um soziale Kompetenzen geht. „Das Ziel der Bildungsfreistellung ist – vor allem für uns als konfessionelle Träger – nicht nur das unmittelbar verwertbare Wissen. Wir sehen den Wert von Bildung in der Orientierung in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten, bei der Wertebildung, bei der interkulturellen Öffnung und dem Erwerb von Entscheidungskompetenz“, betonen Silke Scheidel (Evangelische Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft) und Thomas Sartingen (Katholische Erwachsenenbildung Diözese Speyer) bei der Vorstellung der Initiative.

Bildung hat einen hohen Stellenwert

Ulrike Gentner, stellvertretendes Direktorin des Heinrich Pesch Hauses, sagt: „Ich erinnere mich gut, als das Bildungsfreistellungsgesetz in Rheinland Pfalz eingeführt wurde. Das war ein Meilenstein – nicht nur für die Weiterbildung.“

Helga Seelbach (Landjugendakademie Altenkirchen) und Karola Büchel (Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz e. V.) tragen die Initiative mit: „Wir wollen das Recht auf bezahlte Freistellung von der Arbeit noch deutlicher ins öffentlichen Bewusstsein bringen, damit möglichst viele Menschen dieses Recht nicht nur kennen, sondern auch für sich selbst nutzen.“ Die Bedeutung des 1993 in Kraft getretenen Bildungsfreistellungsgesetzes für berufliche und gesellschaftspolitische Weiterbildung ist beispielsweise mit den Herausforderungen im Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf über die Jahre deutlich gewachsen.

Auf dem Foto: Helga Seelbach (Landjugendakademie Altenkirchen), Thomas Sartingen (Katholische Erwachsenenbildung Diözese Speyer), Prof. Dr. Konrad Wolf (Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz), Karola Büchel (Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz e.V.) und Silke Scheidel (Evangelische Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft) beim Start der Kampagne am 12. April in Mainz.

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