Kontroverse am Aschermittwoch beleuchtet ökologische, ökonomische und soziale Aspekte

Klimaschutz durch Marktwirtschaft?

Das Verhältnis von Klimapolitik und Marktwirtschaft sowie Aspekte einer „ökologisch wirksamen, ökonomisch klugen und sozial verträglichen Klimapolitik“ sind Inhaltes der Kontroverse am Aschermittwoch am 06.03.2019, um 19 Uhr im Heinrich Pesch Haus. Bereits um 18 Uhr besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am Gottesdienst mit Spendung des Aschenkreuzes.Hauptreferenten sind Dr. Sebastian Voigt, Experte für Klima- und Umweltpolitik und tätig am Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, sowie Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation Germanwatch.

„Die Ausganglage ist eindeutig“, sagt Dr. Thomas Steinforth, Bildungsreferent im HPH, der die Kontroverse moderieren wird: „Der Klimaschutz muss beschleunigt werden, die Zeit läuft uns davon. Die spannende Frage ist aber: Wie können wir den Klimaschutz vorantreiben, braucht es dazu eine stärkere Regulierung der Wirtschaft, restriktivere Vorgaben oder Eingriffe in das wirtschaftliche Handeln? Oder können wir gerade mit Hilfe marktwirtschaftlicher Instrumente und Anreize dem Klimaschutz Schwung geben? Diese Fragen werde ich beiden Referenten stellen.“

Für Thomas Steinforth gibt es zahlreiche Aspekte, die im Zusammenspiel von Klimaschutz und Marktwirtschaft zu betrachten sind. Er nennt einige: Wie kann es organisiert werden, dass es sich für Unternehmen lohnt, beispielsweise CO2-Emissionen zu reduzieren? Wie stehen Wirtschaftsvertreter zu Zertifikatshandel? Wie können höhere Energiekosten und Abgaben gerecht verteilt werden? „Klimaschutz wird für jeden Einzelnen spürbar, wenn es um den Verlust von Arbeitsplätzen geht oder wenn die Urlaubsreise im Flugzeit teurer wird“, nennt er als Beispiel. Geht Klimaschutz nur mit Verzicht und Absenkung des Lebensstandards oder durch einen anderen Lebensstil?

Zudem, gibt Steinforth zu bedenken, geht Klimaschutz nicht im nationalen Alleingang. Er erinnert an das globale Klimaschutzabkommen und die national unterschiedlichen Umsetzungsstandards. „Christoph Bals wird sicher auch etwas zum Thema Gerechtigkeit sagen“, erwartet der Bildungsreferent: Was müssen einzelne Länder tun in Abhängigkeit ihrer eigenen Leistungsfähigkeit und ihres Profits auf Kosten anderer Nationen?

„Diese Kontroverse am Aschermittwoch passt auch gut zu den vier Grundzielen des Jesuitenordens“, erklärt er: „Eine davon ist die Bewahrung der Schöpfung, da passt diese Fragestellung wunderbar hinein.“

Auch für die Kooperationspartner der Abendveranstaltung ist das Thema bedeutsam.  Diese sind die Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen, die Evangelische Akademie der Pfalz sowie der Arbeitskreis Kirche und Wirtschaft Nordbaden der Erzdiözese Freiburg.

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