Auftakt der Fortbildungsreihe für Gruppenleiter – Zweiter Teil am 29.06.2016

Jugendliche hören das Schicksal eines Flüchtlings aus erster Hand

Mohammad AlAsmaee ist 30 Jahre alt, studierte Physik, arbeitete als Lehrer – und stammt aus Aleppo. Seit einigen Monaten lebt er als anerkannter Flüchtling in Ludwigshafen und hat jetzt beim ersten Modul einer dreiteiligen Fortbildungsreihe für Gruppenleiter der katholischen Jugend viel Privates von sich erzählt.

„Wo Menschlichkeit keine Grenzen kennt – Jugendarbeit mit Geflüchteten“ ist diese Reihe überschrieben, die in Kooperation mit dem Heinrich Pesch Haus entstanden ist. Rund 20 Teilnehmende aus verschiedenen Gruppierungen und in verschiedenen Funktionen nahmen an diesem ersten Modul teil, das sich mit dem Thema „Unterwegs – Wie ergeht es Menschen auf der Flucht?“ befasste.

Am Anfang stand ein Referat von  Désireé Zercher über Herkunftsländer und Fluchtursachen. Die junge Frau warf einen kritischen Blick auf die aktuelle Situation in Syrien, Afghanistan, Iran und Irak, erläuterte historische Hintergründe und benannte auch eindeutig die Verantwortung von westlichen Regierungen für die Entwicklung in diesen Ländern. Ihre Motivation dazu war, dass sich die jugendlichen Teilnehmer Gedanken machen sollen über politische, ökonomische und auch ökologische Faktoren, die zur Lage in diesen Ländern mit beigetragen haben.

Großen Raum nahm das Gespräch mit Mohammad AlAsmael ein. Zunächst stellte er sich vor, seine Herkunft und sein bisheriges Leben – mit dem Leben als illegaler Einwanderer in der Türkei, seiner Flucht über die Balkanroute und sein Ankommen in Deutschland. Er berichtete von seiner Heimatstadt Aleppo, die früher 2,5 Millionen Einwohner hatte und heute noch 50.000; davon, dass sie durch einen Fluss geteilt ist in die Hälfte der Regierungstreuen und die der Oppositionellen; von den zu seltenen Telefonaten mit seinen Eltern, um die er sich sorgt. Schnell wurde er mit zahlreichen Fragen konfrontiert, die die Teilnehmenden an ihn hatten.

Den Abschluss des Abends übernahmen die beiden Pfadfinder Sophia Poremski und Philipp Marx vom Stamm Nikolaus Graf von Zinzendorf (Friesenheim). Sie berichteten davon wie sie zunächst Geld- und Sachspenden gesammelt hatten und diese dann in ein Flüchtlingslager an der slowenischen Grenze brachten. Die Tage dort waren für sie voller prägender Erlebnisse.

Die Reihe wird mit zwei weiteren Modulen fortgesetzt: am Mittwoch, 29.06.2016, geht es um das Thema: „Angekommen: Das Leben als Geflüchteter in Ludwigshafen“, bevor sich der dritte Abend am Montag, 11.07.2016, mit der Frage auseinandersetzt, welche Projekte möglich sind für eine Jugendverbandsarbeit mit Geflüchteten. Die Abende dauern von 18.30 bis 21 Uhr.

Anmeldung erfolgt per Mail an kjz-ludwigshafen@bistum-speyer.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

brid /21.06.2016

  • << Apr 2019 >>
    MDMDFSS
    1 2 3 4 5 6 7
    8 9 10 11 12 13 14
    15 16 17 18 19 20 21
    22 23 24 25 26 27 28
    29 30 1 2 3 4 5
  • Initiative Transparente Zivilgesellschaft

    transparente_zivilgesellschaftpngSelbstverpflichtungserklärung (SVE) der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) >>mehr erfahren
  • Schenken Sie Ferien – schenken Sie Sprache!

    Ferien für Kinder und Integration für geflüchtete Menschen
    > mehr erfahren 

    Wir danken allen Spendern ganz herzlich für Ihren Beitrag!
  • Ihr Klick bewirkt Gutes!

    Wenn Sie uns einfach und unkompliziert unterstützen wollen, dann können Sie das künftig über die beiden Portale „Schulengel“ und „Gooding“ tun. Bei beiden handelt es sich um ein Spendennetzwerk, dem sich viele Versandhändler angeschlossen haben. Die daran beteiligten Unternehmen zahlen für jeden Einkauf eine Provision – in unserem Fall für unsere Familienbildung im Heinrich Pesch Haus.