Ist „Gutes Essen für Alle“ möglich? – Vortrag und Ausstellung im Heinrich Pesch Haus

Innovative Ansätze für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Sarah Schneider,  Referentin für Welternährung beim katholischen Hilfswerk Misereor in Aachen, kommt am Mittwoch, 20.03.2019, 19.30 Uhr  zu einem Vortrag mit Diskussion ins Heinrich Pesch Haus, Katholische Akademie Rhein-Neckar. Gemeinsam mit den Teilnehmenden geht sie der Frage nach, wie es gelingen kann, Lebensmittel weltweit so herzustellen und zu verteilen, dass das universelle Recht auf Nahrung erfüllt wird.

Laut Misereor haben wir diese Ausgangslage: „Noch nie hat die Menschheit mehr Lebensmittel pro Kopf produziert als heute, und noch nie waren Lebensmittel so billig wie heute. Dennoch sind die Hungerzahlen auf 821 Millionen Menschen angestiegen, und weltweit leidet jeder dritte Mensch unter einer Form von Fehlernährung. Während zwei Milliarden Menschen auf der Welt an Mangelernährung leiden, sind fast zwei Milliarden Menschen übergewichtig. Das Recht auf Nahrung wird milliardenfach verletzt, zugleich geht ein Drittel der globalen Ernte verloren, indem sie verdirbt oder weggeworfen wird.“

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter Tel. 0621 5999-162 oder per Mail an  anmeldung@hph.kirche.org gebeten.

Von Donnerstag, 07.03.2019, bis Dienstag, 02.04.2019, präsentiert das HPH gemeinsam mit der Bürgerstiftung Pfalz, „Rheinland Pfalz entwickeln“, dem Bischöflichen Ordinariat Speyer sowie der Initiative Lokale Agenda 21 Ludwigshafen e.V. (ILA) die Ausstellung „Ernährung global“. Sie besteht aus Säulen mit neun Bannern und zeigt Themen wie Hunger und Übergewicht, bäuerliche und industrielle Landwirtschaft, globalisierte Agrarkonzerne, Umweltschäden und Klimakiller sowie „virtuelles Wasser“.

„Die Ausstellung informiert über Schieflagen in unserem globalisierten Landwirtschafts- und Ernährungssystem“, sagt Matthias Rugel SJ, Bildungsreferent im HPH. Sie wolle Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken und zur Diskussion anregen – und zum Handeln, sagt Edda Treiber, Eine Welt-Fachpromotorin für Umwelt und Entwicklung bei der Bürgerstiftung Pfalz. Denn sie zeigt unter anderem Projekte und Initiativen in Deutschland, die mit innovativen Ansätzen eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Ernährung gestalten.

Treiber nennt dafür ein Beispiel: „Solidarische Landwirtschaft (kurz SoLaWi) ist ein konkretes Beispiel für ein zukunftsfähiges Landwirtschaftsmodell. Ein fester Kreis von Verbraucherinnen und Verbrauchern streckt einem landwirtschaftlichen Betrieb das Geld für Saatgut, Löhne und landwirtschaftliches Gerät für ein Wirtschaftsjahr vor, entscheidet mit dem Landwirt / der Landwirtin, was und wie angebaut wird, und erhält im Gegenzug ihren Anteil an Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln – nachhaltig und regional erzeugt. Hier in der Region gibt es beispielsweise eine SoLaWi in Minfeld bei Kandel, in Neustadt und in Mannheim.“

Die Ausstellung „Ernährung global“ ist in diesen vier Wochen im HPH frei zugänglich für alle Interessierten.

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