BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier stellt sich der Diskussion über eine zukunftsfähige Kirche

Glaube und Religion spielen für junge Menschen eine Rolle

Zu einem spannenden Informationsaustausch, verbunden mit einer intensiv geführten Diskussion, entwickelte sich der Vortragsabend mit Lisi Maier, der Bundesvorsitzenden des BDKJ. Sie lockte sowohl junge Engagierte aus christlichen Jugendverbänden als auch erwachsene Christen, die in der Vergangenheit häufig die Vortragsreihe „Kirche im Wandel“ im HPH besucht haben.

„Church makes sense?!“ war er Titel ihres Vortrags, bei dem sie anhand der Sinus-Milieu-Studie U-18“ darstellte, welche Jugendliche sich von kirchlichen Angeboten angesprochen fühlen und sich engagieren. Deutlich wurde dabei, dass es häufig Jugendliche aus dem konservativ-bürgerlichen Milieu, dem pragmatisch-adaptiven sowie dem sozialökologischen Milieu, die dem BDKJ nahe stehen. (Eine Beschreibung der Milieus findet man auf der Internetseite der Sinus-Akademie unter folgendem Link: http://www.sinus-akademie.de/fileadmin/user_files/Presse/SINUS-Jugendstudie_u18_2012/%C3%96ffentlicher_Foliensatz_Sinus-Jugendstudie_u18.pdf)

Eine Herausforderung stellen nach Meinung von Lisi Maier Jugendliche dar, die dem prekären Milieu zugerechnet werden, während es durchaus Ideen gibt, beispielsweise Jugendliche aus dem Milieu der Hedonisten für kirchliches Engagement zu gewinnen. Die Expeditiven hingegen können fast gar nicht erreicht werden.

Die Referentin machte deutlich, dass die Themen Sinnsuche, Glaube und Religion sehr wohl für viele Jugendliche eine Rolle spielen. Sie sähen aber „ihre Realität nicht in der Kirche abgebildet“. Um Kinder und Jugendliche aber für religiöse Themen und mit der Auseinandersetzung damit zu begeistern, müssten sie in ihrer jeweiligen Lebenswelt „abgeholt“ werden.
Wie dies konkret geschehen kann, darüber wurde eifrig diskutiert. So gab es beispielsweise die Nachfrage, wie der BDKJ als Dachverband oder andere katholische Jugendverbände für Kinder und Jugendliche attraktiv gemacht werden können. Lisi Maier beantwortete dies mit den vielfältigen Angeboten der Freizeitgestaltung, mit Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, mit verschiedenen Schwerpunkten, die einzelne Gruppierungen anbieten sowie mit der Möglichkeit, sich mit Anderen über Gott und den Glauben auseinandersetzen zu können.

Die Erwachsenen forderten von „der Jugend“ und deren Verbänden einen Beitrag dazu, die Kirche von innen zu verändern, und argumentierten: „Kirche braucht Veränderung, und wenn sie gelingen soll, dann muss sie auch von den Jugendlichen angestoßen werden“.

Lisi Maier erinnerte daran, dass sich Jugendverbände durchaus einmischen und die Meinung der jungen Menschen transportieren – so etwa bei der Internetumfrage des Vatikans, aus dem Jahr 2013, zu Partnerschaft, Ehe und Familie. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des BDKJ unter folgendem Link: http://www.bdkj.de/bdkjde/themen/vatikan-umfrage.html

Der BDKJ wird sich auch in Zukunft intensiv mit diesen Themen beschäftigen, damit die Stimmen von Kindern und Jugendlichen in der Kirche gehört werden.

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