Podiumsgespräch der Bischöflichen Stiftung für Mutter und Kind mit dem Heinrich Pesch Haus

„Gibt es ein Recht auf ein Kind?“

Für viele Paare ist der Wunsch nach einem Kind ein Herzensanliegen – und ein Wunsch, der sich nicht immer erfüllt. Angesichts der Verfügbarkeit und der erhöhten Nachfrage reproduktionsmedizinischer Angebote sowie der wachsenden Vielfalt von Familienformen, Lebensgemeinschaften und Betreuungsmodellen stellt sich die Frage: „Gibt es ein Recht auf ein Kind?“

Beim Podiumsgespräch der Bischöflichen Stiftung für Mutter und Kind gemeinsam mit dem Heinrich Pesch Haus wird diese Frage aus rechtlicher, ethischer und theologischer Sicht betrachtet. Die Veranstaltung findet am Montag, 05.03.2018, ab 18.30 Uhr im Heinrich Pesch Haus statt.

Einmal im Jahr organisieren die Kooperationspartner Bischöfliche Stiftung für Mutter und Kind sowie Heinrich Pesch Haus ein solches Podiumsgespräch, das sich mit einer aktuellen Frage zu Familie und Kindern befasst. Denn ein Stiftungszweck ist (Zitat aus der Satzung): „Die Öffentlichkeit für die Würde der Frau sowie das Lebensrecht und den Schutz der ungeborenen Kinder zu sensibilisieren……durch Maßnahmen der Bewusstseinsbildung für…verantwortete Elternschaft und christliche Sexualethik.“ – „Genauso wichtig ist uns, dass das Podiumsgespräch die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppen und Verbänden unterstützt und fördert“, sagt Christine Lampert, Geschäftsführerin der Stiftung. Und schließlich sollen mit der Einladung zum jährlichen Podiumsgespräch auch die Spender und Förderer Wertschätzung erfahren.

Lampert ergänzt, dass das jährliche Format auch immer eine Herausforderung für die Stiftung und den Kooperationspartner im HPH, Dr. Jonas Pavelka, darstelle. „Wir beobachten einerseits die aktuellen Forschungsergebnisse und Gesetzesvorhaben und andererseits die aktuelle Debatte rund um den Beginn des Lebens. Im Beirat diskutieren wir, welche Fragen beschäftigen uns, was interessiert uns und daraus wird dann ein erstes Konzept „gestrickt““, erläutert sie die Wahl für ein bestimmtes Thema.
Zur Katholischen Schwangerschaftsberatung wiederum kämen immer öfter Frauen und Paare, die hoffen ihren Kinderwunsch mit Hilfe der modernen Reproduktionsmedizin realisieren zu können. Die neuen Möglichkeiten, wie z.B. die Entkoppelung der Fortpflanzung vom Alter, Designerbabys und dissoziierte Elternschaft forderten eingeübte Vorstellungen und Realitäten heraus und veränderten sie.

Der Beirat der Stiftung sei der Meinung: „Bei der Lawine des technischen Fortschritts in der Reproduktionsmedizin ist es eine dringende Aufgabe für uns Christen, uns damit auseinanderzusetzen und zu formulieren, was mit einem christlichen Menschenbild vereinbar ist und was nicht“, so Lampert.

Die Referenten mit unterschiedlichen Perspektiven

Die soziologische Sicht auf das Thema beleuchtet Prof. Dr. Norbert F. Schneider vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden. Er hat in der jüngeren Vergangenheit mehrere Publikationen verfasst und Vorträge gehalten über die Vielfalt von familiären Lebensentwürfen und dem Wandel von Familie von einer traditionellen Institution hin zu individuell gestalteten Lebensformen.

Noreen van Elk arbeitet im Kommissariat der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin. Sie ist dort unter anderem verantwortlich für den Kinder- und Jugendschutz sowie den Lebensschutz. Aufgabe des Kommissariats ist insbesondere,  Gesetzgebungsvorhaben des Bundes zu beobachten, sachkundig zu begleiten und Stellungsnahmen der Deutschen Bischofskonferenz vorzubereiten. Die Referentin ist an diesem Abend zuständig für die juristische Perspektive.

Prof. Dr. Christof Mandry ist seit Sommersemester 2015 Inhaber der Professur für Moraltheologie/Sozialethik am Fachbereich Kath. Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er beleuchtet die theologisch-ethische Perspektive der Frage.

Moderiert wird die Abendveranstaltung von Dr. Jonas Pavelka vom HPH, eine Zusammenfassung und ein Schlusswort bringt Bischof. Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

Der Eintritt ist frei, Spenden für die Arbeit der Bischöflichen Stiftung für Mutter und Kind sind willkommen.

brid / 14.02.2018

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