Thomas Bruch von Globus Holding stellt sich beim Aschermittwoch der Wirtschaft auch kritischen Nachfragen

Ethisches Handeln im Umgang mit den Mitarbeitern

„Die Mitarbeiter machen den Unterschied“: Sie sind die Gestalter des Erfolgs, sie sollen Verantwortung übernehmen und werden gleichzeitig ernst genommen und Wert geschätzt. Für Thomas Bruch, Geschäftsführender Gesellschaft der Globus Holding GmbH, ist das Verhältnis zu den Mitarbeitern ein ganz entscheidender Faktor dabei, wie man „ethisch erfolgreich wirtschaften“ kann.

Dies war das Thema beim diesjährigen „Aschermittwoch der Wirtschaft“ im Heinrich Pesch Haus. Hauptreferent dieser Veranstaltung, die in Kooperation mit der Evangelischen Akademie der Pfalz und den Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen sattfindet, war der Unternehmer Bruch, „Herr“ über 44 SB-Warenhäuser, 80 Baumärkte, neun Elektrofachmärkte sowie weitere Märkte in Russland, Luxemburg und Tschechien.

Lebendig und offen berichtete er vor weit über 100 Zuhörerinnen und Zuhörern davon, wie er ethische Standards vor allem im Miteinander mit den rund 30.000 Mitarbeitern und den Kunden umsetzen möchte. Führungskräfte erhalten Gestaltungräume, Mitarbeiter sollen sich an ihrem Arbeitsplatz wohl und gebraucht fühlen, sie sollen die Möglichkeit haben, ihre Persönlichkeit und ihre Perspektiven zu entwickeln. Kunden sollen gut betreut und beraten werden: „Die Aufgabe richtet sich eher nach dem Menschen als umgekehrt“, so lautet eine seiner Überzeugungen.

Ehrlich reagierte Thomas Bruch auch auf kritische Nachfragen hinsichtlich der Nachhaltigkeit: Zum einen leben die SB-Warenhäuser davon, dass sie lokal verwurzelt sind, dass zum Beispiel Fleisch-, Wurst- und Backwaren vor Ort in eigener Herstellung entstehen und dafür lokale Rezepturen verwendet werden.  Bei Globus-Eigenmarken wird großer Wert auf die Herkunft dieser Waren gelegt. Doch bei Produkten, die im Großhandel eingekauft werden, sind solche Kontrollmechanismen im Hinblick auf Ursprung und Produktionsbedingungen nur sehr begrenzt möglich. Mit einem Marktanteil von knapp zwei Prozent  gibt es da zudem enge Grenzen.

Angesichts dieser Größe in Deutschland strebt Thomas Bruch ein weiteres Wachstum an, allerdings nicht um jeden Preis, Ziel ist viel mehr „größer zu werden und gleichzeitig klein zu bleiben“. Und der Schwerpunkt der Expansion liegt nicht ausschließlich in Deutschland, sondern auch in Osteuropa.

Gänzlich unbelastet sieht Thomas Bruch derzeit noch die Frage der Nachfolge für sich selbst, die einer der Zuhörer stellte: Zwar hat er drei Söhne, die allesamt ebenfalls in seiner Branche tätig sind, doch ob einer von ihnen oder mehrere in seine Fußstapfen treten werden, ist derzeit noch ganz offen.

Vor Beginn der Veranstaltung hatte das HPH zu einem ökumenischen Gottesdienst zum Aschermittwoch mit Spendung des Aschenkreuzes eingeladen, im Anschluss an Vortrag und Diskussion bestand die Möglichkeit, im Foyer über das Gehörte in Austausch zu treten.

  • << Dez 2020 >>
    MDMDFSS
    30 1 2 3 4 5 6
    7 8 9 10 11 12 13
    14 15 16 17 18 19 20
    21 22 23 24 25 26 27
    28 29 30 31 1 2 3
  • Initiative Transparente Zivilgesellschaft

    transparente_zivilgesellschaftpngSelbstverpflichtungserklärung (SVE) der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) >>mehr erfahren
  • Mahlze!t LU

      Seit dem 6. April bietet das Heinrich Pesch Haus jeden Tag eine warme Mahlzeit für bedürftige Menschen an. Da mit diesem Angebot aber Familien nicht erreicht werden, macht sich Mahlze!t LU nun auf den Weg >> erfahren Sie mehr
  • Ihr Klick bewirkt Gutes!

    Wenn Sie uns einfach und unkompliziert unterstützen wollen, dann können Sie das künftig über die beiden Portale „Schulengel“ und „Gooding“ tun. Bei beiden handelt es sich um ein Spendennetzwerk, dem sich viele Versandhändler angeschlossen haben. Die daran beteiligten Unternehmen zahlen für jeden Einkauf eine Provision – in unserem Fall für unsere Familienbildung im Heinrich Pesch Haus.