Erster Frauensalon im HPH
02.11.2021

Erster Frauensalon im HPH

Frauen mit unterschiedlichen Biografien und Geschichten, Kompetenzen und Wissen, Erfahrungen und Visionen bieten wir die Möglichkeit, einen Impuls aufzunehmen, um über Gedanken und Gedankensplitter dazu ins Gespräch zu kommen, Netzwerke zu bilden und Diskurse zu eröffnen. Frauen in Führung sind vielfältig, und doch stehen die meisten von ihnen vor ähnlichen Herausforderungen. Wir möchten mit unserem neuen Salon-Format einen Beitrag dazu zu leisten, Geschlechtergerechtigkeit im Beruf (und im Alltag) zu fördern und Führungsetagen in Unternehmen weiblicher zu machen.

Authentisch führen und erfolgreich sein

Im Abstand von zwei Monaten werden wir unseren Online-Salon jeweils montags von 19:00-20:00 Uhr für Sie öffnen. Unsere Impulsgeberinnen sprechen über unterschiedliche Themen, die nicht nur für Frauen, sondern für die gesamte Gesellschaft von Relevanz sind.

Drei Fragen zum Frauensalon an Ulrike Gentner (stellvertretende Direktorin des Heinrich Pesch Hauses)

Mit dem Frauensalon knüpfen Sie an die Salonkultur vergangener Jahrhunderte an. Salons waren damals Begegnungsstätten von Adel, Großbürgertum und Intellektuellen. Wie passt ein solches Format in die 2020er Jahre?

In der Geschichte waren Frauen meist die Initiatorinnen und Gastgeberinnen von Salons, in denen es primär um literarische, wissenschaftliche und künstlerische Themen ging. Für mich ist ein Salon ein Treffpunkt von Frauen, um sich über gesellschaftspolitisch, biographisch und beruflich relevante Themen auszutauschen. Wir möchten mit dem Frauensalon einen Raum schaffen, wo sich Frauen mit unterschiedlichen Lebensläufen, vielfältigem Know-how und reichen Erfahrungen treffen können, um gemeinsam in Austausch und Reflexion zu kommen.

Welche Frauen möchten Sie mit diesem neuen Angebot ansprechen?

Wir wenden uns mit dem Frauensalon gezielt an Frauen, die am Einstieg in Führung stehen, die gerade aufsteigen und die ihre Position in Führungsverantwortung halten. Dabei setzen wir bewusst auf Vielfalt, um von- und miteinander zu lernen, durch Input und Austausch inspiriert zu werden und einen Raum zum Weiterdenken und zur Vernetzung zu öffnen.

Warum braucht es ein Angebot speziell für Frauen in Führung oder auf dem Weg dahin?

Warum soll es nicht eigene Räume für Frauen geben, in denen sie über ihre Erfahrungen, Erfolge und Hürden sprechen können? Ich bin überzeugt, dass diese notwendig sind. Ich denke, es ist eher eine Bereicherung für die Gesellschaft, wenn sich aus der Reflexion unter Frauen neue Denkbewegungen und Handlungsoptionen für alle entwickeln. Geschlechtergerechtigkeit im beruflichen Kontext und in der Gesellschaft ist ein wichtiges Anliegen. Ich halte es wie die große Salonière Rahel Varnhagen (1771-1833) deren Gedanke „Es ist noch Phantasie im Menschen übrig für idealistische Zustände, und die will Stoff, Nahrung“ aktuell wie je ist.

Interview: Dr. Anette Konrad

Impulsgeberin am 22. November 2021:

Katharina Jester-Sartingen wird beim ersten Frauensalon mit einem kurzen Impuls zum Thema „Authentisch führen und erfolgreich sein“ unseren beginnende Salontradition eröffnen. Nach ihrer Keynote, so sind wir sicher, werden wir miteinander ein reges und bereicherndes Gespräch führen.

Katharina Jester-Sartingen ist Gründerin und Gesellschafterin der INP Deutschland GmbH. Von Beruf ist sie Diplom Ingenieurin Fachbereich Elektrotechnik und war in den ersten sechs Jahren ihrer Berufslaufbahn als Inbetriebnahme-Ingenieurin für Kraftwerke unterwegs, bevor sie 1989 die Firma INP Deutschland GmbH gründete. Sie ist 61 Jahre alt und Mutter dreier Kinder.

Wir freuen uns Sie in unserem Frauensalon begrüßen zu dürfen!