Buch des Zentrums für Ignatianische Pädagogik „Am Anderen wachsen“ erschienen

Ein Schritt zur Entwicklung der Marke „Jesuitenschule“

„Am Anderen wachsen“, das ist der Titel eines neuen Buches, das in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) entstanden ist.  Einer der drei Herausgeber ist Pater Johann Spermann SJ, Direktor des HPH, an dem das ZIP angegliedert ist. Er hofft, dass das Buch ein Schritt sein kann zu einer gemeinsamen Entwicklung der Marke „Jesuitenschule“ oder „Jesuitenkolleg“.„Wie Ignatianische Pädagogik junge Menschen stark macht“, so lautet der Untertitel des Buches, an dem Autorinnen und Autoren mitgeschrieben haben, die an Jesuitenschulen oder –kollegien als Lehrkräfte oder in der Leitung Verantwortung tragen. „Diese Beiträge sind nicht aus Trägersicht geschrieben, sondern von den Menschen vor Ort. Sie beschreiben, was ihnen wichtig ist, ringen gemeinsam um eine Vision, wie sich unsere Schulen weiterentwickeln und geben damit Anstöße zu Diskussionen in den Schulen“, sagt Spermann.

Die einzelnen Beiträge machen klar: Eine Jesuitenschule ist mehr als nur Schule, „sie bietet einen sehr guten Unterricht, aber auch viel außerschulische Unterstützung und es wird großer Wert gelegt auf Orte zum Reflektieren des Gelernten. Die Schüler werden echt zu Verantwortung erzogen“, so Spermann.
Als Beispiel dafür wird häufig das Instrument des Klassenrats herangezogen. In einem Beitrag geht Philipp Görtz SJ, der langjährige Erfahrungen in der Schulseelsorge hat,  darauf ein, was es bedeutet, sich eine Meinung zu bilden – und dazu zu stehen. Er nennt das zentrale Paradigma der Ignatianischen Pädagogik „Erfahrung – Reflexion – Handeln“ und schreibt: „Erst wenn eine Überzeugung in die Tat umgesetzt wird, erhält sie Bedeutung; nur derjenige, der nach seiner persönlichen Überzeugung auch tatsächlich handelt, ist im ganzheitlichen Sinne gebildet.“

Eltern werden gerne auch lesen, dass in Ignatianischen Schulen „Typen“ gebildet werden, wie es Michael Dobes und Albert Roth, beide vom Kollegium Kalksburg in Wien, ausdrücken. Ganz realistisch schreiben sie davon, dass es „anstrengende“ und „schwierige“ Schüler gibt, und machen ihren eigenen Anspruch deutlich: „Wir trimmen sie nicht allein auf gute Noten, sondern zeigen ihnen den Wert von Wissen, Gewissen und Gespür für andere. Diese „cura  personalis“ ist ein Alleinstellungsmerkmal ignatianisch geprägter Schulen.“

„Allen, die sich näher mit jesuitischer Erziehungstradition beschäftigen möchten, bietet das Buch einen leichten und praxisnahen Zugang zu deren Prinzipien und Erfolgsmodellen“, schreiben die Herausgeber, zu denen neben P. Spermann auch Ulrike Gentner, stellvertretende Direktorin des HPH, und Pater Tobias Zimmermann SJ, Rektor des Canisiuskollegs in Berlin, gehören.

Es ist erhältlich im Heinrich Pesch Haus, im Buchhandel, bei www.inigomedien.org sowie über den Herder-Verlag, Freiburg, und kostet 19,99 €.

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