Der Sinn des Daseins liegt tiefer als der Sinn des Tuns

Dr. Andreas Knapp, Referent der Abendveranstaltung „Lebensspuren im Sand – Ein spiritueller Weg zu neuer Lebenskraft“ am 26.10.2015 im Heinrich Pesch Haus, inspirierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Innehalten und sich der Stille zu öffnen. 

Vielleicht beginnt alles mit der Sehnsucht, sich zu finden, die eigene Mitte zu entdecken und „einfach“ zu werden.

40 Tage lang hatte sich der bekannte spirituelle Autor in einer kleinen Einsiedelei in der Sahara zurückgezogen, um Gott in der Abgeschiedenheit auf ganz neue Weise zu begegnen.
Andreas Knapp lebt im Orden der Kleinen Brüder vom Evangelium in Leipzig.

Ulrike Gentner, stellv. Direktorin HPH, hatte Gelegenheit, ihm drei Fragen zu stellen – zu Gott und was im Leben wirklich trägt.

„Menschen fragen nach Gott. Welche Antworten haben Sie darauf?
Andreas Knapp: „Es gibt drei Zugänge. Gott erfahren und wahrnehmen in der Natur, in der Schöpfung: singende Vögel, Sternenhimmel, ein Sonnenaufgang. In der Mitmenschlichkeit können wir Gott im Anderen erfahren: am Glück und an Freude, aber auch an Trauer und Schmerz anderer Menschen Anteil nehmen. Jesus war ein Mensch, der in einer außer-gewöhnlichen Weise Mitempfinden zeigte. Im Zugang zum eigenen Inneren: Gefühle, Sehnsüchte zulassen und, vor allem, nicht zu fliehen vor dem, was spürbar wird und sich zeigt. Dieser Dreiklang ist es: Staunen  (Gott in der Schöpfung) – Lieben (durch Jesus) – Sehnsucht in mir (den Heiligen Geist zulassen).

Nicht jeder Mensch kann sich 40 Tage zurückziehen. Welche Möglichkeiten gibt es im Alltag?
Knapp: Täglich eine Zeit der Stille, bewusste Pausen und Unterbrechungen, eine medienfreie Zone schaffen. Viele Dinge stopfen den Alltag zu … aber ich kann mir jeden Tag eine Viertelstunde schenken: für einen kleinen, aufmerksamen Spaziergang, bei dem ich versuchen kann, ganz gegenwärtig zu sein. Ich bleibe stehen, rieche, lausche, atme bewusst einmal durch. In solchen geschenkten Augenblicken kann ich meinen Alltag als den Ort erfahren, an dem Gott auf mich wartet.

Wie gelingt „Gefüllte Zeit“?
Knapp: Nicht gefüllte Zeit wird endlos und kann bedrohlich wirken. Es braucht eine Struktur, die den Tag gliedert, einen klaren Rhythmus an den man sich wie an einen „roten Faden“ hält und einen Rahmen – das gibt uns Frieden. Psalm- oder Rosenkranz-Beten können  hilfreich sein, aufmerksam und da zu sein, sich auszurichten auf Gott und vor dem Wunder des Lebens staunen lernen. Und wenn mein eigener Glaube tiefer wird, wirkt sich dies auch auf das Heil und die Heilung anderer aus.

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