20 Jahre Christlich-Islamischer Gesprächskreis gefeiert

„Den Dialog zwischen den Religionen ermöglichen“

Als ein schönes Fest wurde das 20jährige Bestehen des Christlich-Islamischen Gesprächskreises (CIG) im Heinrich Pesch Haus gefeiert. Rund 140 Interessierte – deutlich mehr Muslime als Christen – nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu essen und zu feiern.
Bürgermeister Wolfgang van Vliet, der Vorsitzende des türkisch-deutschen Unternehmerverbands Ender Önder sowie Georg Wenz als einer der Sprecher des CIG betonten in ihren Grußworten die Bedeutung dieses Gremiums seit der Gründung bis heute.

In den vergangenen Jahren hat sich der CIG mehrmals in seinen Angeboten und seiner Ausrichtung geändert. So war es anfangs wichtig, die einzelnen Moscheevereine an einen Tisch zu bringen und den innerislamischen Austausch voranzubringen. Politisch war es ein wichtiges Ziel, auch muslimische Vertreter als Mitglied  im Stadtjugendring zu verpflichten. „Nicht alles hat reibungslos und sofort geklappt, aber heute ist vieles selbstverständlich“, freut sich Georg Wenz von der Evangelischen Akademie der Pfalz.

Zum zehnjährigen Bestehen gab es erstmals ein großes Kulturfest. Damals wurde eine ganze Woche im Hemshof gefeiert, die Veranstaltungen waren sehr gut besucht und verzeichneten eine große Resonanz.
Gut erinnert sich Wenz an die Brandkatastrophe 2008 in Ludwigshafen: „Da waren wir vom CIG eine ganze Woche lang vor Ort und ansprechbar.“ Die Stimmung, die sehr aufgeladen war, musste er gemeinsam mit Pater Tobias Specker SJ damals aushalten. In der Folge hat der CIG sein Bildungsprogramm für einige Zeit umgestellt auf ein Begegnungsangebot. „Dieses persönliche Kennenlernen war wichtig für das gemeinsame Zusammenleben in der Stadt“, findet Wenz. Nun verstärkt CIG wieder seine Bildungsanstrengungen in Form von Exkursionen, Vorträgen und Ausstellungen. Häufig arbeitet er dabei mit der Stadtbücherei zusammen.

Für Gangolf Schüßler SJ, Bildungsreferent im HPH, ist es wichtig, dass  Foren wie der CIG geachtet und gefördert werden: „Wir müssen den Dialog zwischen den beiden Religionen ermöglichen, damit die Menschen in direkten Kontakt kommen, sich kennenlernen und so einander besser verstehen.“

Bei der „Geburtstagsfeier“ war für jeden Besucher etwas geboten: Rund 20 Kinder genossen die Zeit, bauten Rasseln, machten Wasserexperimente und stellten Stempelbilder her. Für Kinder und Frauen bestand die Möglichkeit, ihre Hände mit Henna bemalten zu lassen. Der Autor Salim Alafenisch las aus seinen Geschichten. Überraschend war auch eine Sufi-Gruppe erschienen, die sang und trommelte.

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