Das Heinrich Pesch Haus trauert um Bischof em. Dr. Anton Schlembach

Der frühere Speyerer Bischof Dr. Anton Schlembach ist tot. Er starb am 15. Juni im Alter von 88 Jahren in Speyer. Das Heinrich Pesch Haus verliert mit ihm einen engagierten Wegbegleiter.

„Bischof Dr. Anton Schlembach war dem Heinrich Pesch Haus und den Jesuiten während seiner Amtszeit von 1983 bis 2007 und auch darüber hinaus  sehr verbunden“, sagt der Direktor des Heinrich Pesch Hauses, Pater Tobias Zimmermann SJ. Immer wieder besuchte der Speyerer Bischof das HPH, nahm an Veranstaltungen teil und feierte Gottesdienste.

„Beim Direktorenwechsel 2003 von Pater Hans-Joachim Martin SJ zu Pater Tobias Karcher SJ sprach er ein Grußwort und beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Heinrich Pesch Haues 2006 feierte er den Festgottesdienst“, erinnert sich die stellvertretende Direktorin des HPH und Leiterin Bildung, Ulrike Gentner. „Bischof Dr. Anton Schlembach lag der Dialog zwischen Kirche, Gesellschaft und Politik sehr am Herzen“, würdigt sie sein Engagement  für das Bildungszentrum

Nach dem Studium in Würzburg und an der päpstlichen Universität Gregoriana empfing der gebürtige Franke am 10. Oktober 1956 in Rom die Priesterweihe. Nachdem er 1981 zum Domkapitular und Generalvikar des Bistums Würzburg ernannt worden war, wurde er 1983 zum Bischof von Speyer geweiht. Ein Höhepunkt seiner Amtszeit war sicherlich der Besuch von Papst Johannes Paul II. 1987 in Speyer. Auch viele internationale Staatsgäste empfing Bischof Schlembach im Speyerer Dom, für dessen Sanierung er sich engagierte.

„Deus salus – Gott ist das Heil“ – das war sein bischöflicher Wahlspruch, und diesen hat der 95. Bischof von Speyer auch gelebt, tief verwurzelt im Glauben, aber immer auch interessiert an den Menschen und ihren Sorgen und Nöten. Er wird als einer der Initiatoren für die Selig- und Heiligsprechung von Edith Stein und die Seligsprechung des Speyerer Diözesanpriesters Paul Josef Nardini in Erinnerung bleiben.

Im Februar 2007 wurde Schlembach mit einem feierlichen Gottesdienst im Speyerer Dom aus seinem Amt als 95. Bischof von Speyer verabschiedet „Vieles spricht dafür, dass sich Atheismus, Säkularismus und Postmoderne totlaufen“, schrieb er in seinem letzten Bischofswort zur österlichen Bußzeit. Diese Entwicklung sei für Christen eine Ermutigung, täglich neu und noch entschiedener ihren Gottesglauben zu leben und zu bezeugen.

Das HPH gedenkt seiner in Dankbarkeit. Möge er bei Gott in Frieden ruhen.

 

Beisetzung:

Das Requiem und die Beisetzung finden am Mittwoch (24. Juni) um 13 Uhr im Dom zu Speyer statt. Der Verstorbene findet in der Speyerer Kathedrale in einem Bischofsgrab auf der Ebene des Pfarraltars seine letzte Ruhestätte.

Bildnachweis: HPH

ako/17.06.2020

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