Zweites Modul des Projekts „Christliche Leitungskultur“ für Schulleitungen zum Thema Dialogbereitschaft

„Das Hauptgeschäft des Schulleiters“

Dialogfähigkeit und –bereitschaft war das Thema des zweiten Moduls innerhalb des Projekts „Christliche Leitungskultur“, das das Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen für die Schulen der Gemeinnützigen St. Dominikus Schulen GmbH entwickelt hat. „Ich nehme das CLK-Seminar als Hilfestellung wahr, um Schulorganisation nicht nur als Verwaltungsaufgabe aufzufassen, sondern mich auf meine Gestaltungswünsche zurückzubesinnen, die im Alltag oft zu kurz kommen. Und ich finde es schön, dass mein Schulträger in dieser Hinsicht für mich sorgt“, sagt Heike Scholz, Schulleiterin des Albertus-Magnus-Gymnasiums in St. Ingbert.

Dialogbereitschaft – einer der dominikanischen Werte, die die St. Dominikus Stiftung Speyer unter anderem in ihrem Leitbild beschreiben hat: „Der Bereitschaft zum Dialog kommt sowohl in der Bildung und Erziehung als auch in der Pflege und Betreuung besondere Bedeutung zu. Anerkennung von Verschiedenheit, gegenseitige Achtung und Ehrfurcht sind hierbei die Grundlagen, auf denen jeglicher Dialog geführt wird“, heißt es dort.

Im Leitbild der Schulen heißt es: „Das Einbezogensein in den Sendungsauftrag der Kirche und der Schwesterngemeinschaft hat Konsequenzen für das Selbstverständnis des Lehrers. Er braucht nicht nur fachlich-wissenschaftliche, sondern auch personal-menschliche Qualifikationen. Seine Haltung ist gekennzeichnet durch Dialogfähigkeit, Liebe, Geduld und Vertrauen. Seine Bereitschaft zur Weiterbildung und zur Zusammenarbeit mit Eltern, Schulleitung und Kollegium tragen wesentlich zum Gelingen von Unterricht und Erziehung bei.“

Die Schulleitungen aller sieben Schulen kamen im HPH zusammen und erhielten zahlreiche Impulse von Diplom-Psychologin Judith Zimmermannüber die Grundlagen von guter Leitung sowie über Kompetenzen in der Gesprächsführung. Dabei stand nicht das Gespräch von Lehrkräften mit Schülern im Fokus, sondern das Gespräch innerhalb des Kollegiums, zwischen Schulleitung und Mitarbeitern und nur teilweise mit den Eltern. „Interessante Impulse“ hat beispielsweise Wolfgang Ringwald, Schulleiter der St.-Katharina-Realschule in Landstuhl, von den Tagen mitgenommen und nennt als Beispiele:  Wie nehme ich als Schulleiter eine kritische Situation wie etwa eine Streitigkeit unter Kollegen wahr, wie wirkt das Verhalten der einzelnen Personen auf mich, und welchen Wunsch an die Personen habe ich, so dass es nicht wieder zu derartigen kritischen Situationen kommt?

„Vieles zu diesem Thema ist den Schulleitern natürlich grundsätzlich bekannt“, sagt Josef Lösch, Schulleiter des Edith-Stein-Gymnasiums in Speyer. „Trotzdem kamen für mich auch ganz neue Aspekte hinzu. Mit Gesprächsführung kann man sich nicht oft genug auseinandersetzen. Sie bildet das Hauptgeschäft des Schulleiters.“

All diese Impulse wurden in Übungsphasen in Kleingruppen angewandt, mit realen Beispielen aus dem Alltag oder solchen, die so oder ähnlich in einer Schule vorkommen können. „Dabei wurden in den Diskussionen zwischen den Partnern die Schwierigkeiten herausgearbeitet und im Erfahrungsaustausch konnte man selbst neue Ideen mitnehmen und in den Themenkomplex einordnen“, erzählt Josef Lösch.
Die hohe Gesprächs- und Diskussionsbereitschaft hat dabei Wolfgang Ringwald geschätzt, und für seine Kollegin Heike Scholz gehört dieser Erfahrungsaustausch „mit  zum Wertvollsten, was ich von der Tagung mitnehmen konnte.“

Wie auch im ersten Modul, als das Thema das eigene Leitbild und dessen Umsetzung war, war es für die Mitglieder der Schulleitungen ein Gewinn, diesen kollegialen Austausch abseits organisatorischer Fragen zu haben, und den inneren Zusammenhalt zwischen den Schulen zu erleben. Deshalb gehört zu den zweitägigen Modulen auch immer ein geselliger Abend, bei dem ausreichend Gelegenheit besteht, den Kollegen außerhalb des beruflichen Umfelds besser kennenzulernen und die Gemeinschaft untereinander zu stärken.

Die St. Dominikus Stiftung Speyer finanziert die Veranstaltungsreihe wie auch beim vergleichbaren Projekt der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH; auch hier war das Ziel die Umsetzung der dominikanischen Werte in den Alltag in Krankenhaus und Jugendhilfe.

Für die Schulleitungen wird das Projekt im November fortgesetzt mit dem Modul: „Wir haben Profil – Schule leiten im Bewusstsein von Qualität“.

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