Gründung des ZEFOG und ein beeindruckender Impulsvortrag

Damit ethische Fragen präsent bleiben

Aus dem Bildungsbereich Ethik in Medizin und Pflege am Heinrich Pesch Haus ist das Zentrum für Ethik, Führung und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen, kurz: ZEFOG, geworden. Geleitet wird es von Birgit Meid-Kappner und Dr. Jonas Pavelka.

„Dieser Themenbereich ist in den vergangenen Jahren gewachsen, hat sich professionalisiert, sein Geschäftsfeld erweitert. Deshalb haben wir uns für ein eigenständiges Zentrum entschieden“, begründet Pater Johann Spermann SJ, Direktor des HPH, diese Entwicklung. Mit einer kleinen Feier startete das ZEFOG nun offiziell.

Wie das in der Praxis gehen kann, davon berichtete Prof. Dr. Jürgen Biscoping vom Vorstand der St. Vincentius-Kliniken in Karlsruhe. Hier startete vor etwa zwei Jahren das Projekt „Den Wandel gestalten“. Es wurde und wird bis heute begleitet von einem Lenkungskreis, der sich aus beiden Mitgliedern des Vorstands, dem Personalleiter der St. Vincentius-Kliniken, zwei Mitgliedern des ZEFOG und einem Unternehmensberater zusammensetzt.

In einer Führungswerkstatt wurden wichtige Themen wie Selbstverständnis, Führungsrolle und Führungskreislauf, Motivation von Mitarbeitenden und das Führen von Mitarbeitergesprächen behandelt. Ganz aktuell fusionieren die St. Vincentius-Kliniken mit einem evangelischen Krankenhaus in Karlsruhe, so dass sich für das zweite Modul der Führungswerkstatt das Thema „Führen in Veränderungsprozessen“ geradezu anbot. Biscoping lobte in seinem Bericht nicht nur die hohe Fachlichkeit, sondern auch die gute Atmosphäre, in der sämtliche Veranstaltungen stattfanden.

Brigit Meid-Kappner, Dr. Jonas Pavelka sowie Dr. Timo Sauer und Judith Zimmermann als beratende Mitglieder des zefog-Leitungsteams berichteten über die Hintergründe der Entstehung und erklärten die drei Tätigkeitsfelder „Ethik konkret“, „Führung und Personalentwicklung“ sowie Organisationsentwicklung.

In seinem Festvortrag ging Prof. Dr. Michael Fischer von der St. Franziskus-Stiftung Münster auf die Zukunftsfähigkeit kirchlicher Einrichtungen ein. Dabei betonte er die Notwendigkeit, dass sich Kirchen als Träger von Gesundheitseinrichtungen nicht von ihren Aufgaben zurückziehen dürfen. Er begründete das unter anderem damit, dass die Fragen: „Was kostet das? Wer soll das bezahlen?“ im Sozialbereich nicht ausreichen. „Die Kirchen müssen dafür sorgen, dass ethische Fragen und Fragen nach der Christlichkeit in diesem Kontext nicht herausgedrängt werden“, forderte er. Hier komme die hohe Bedeutung des ZEFOG zum Tragen,das in seinen Tätigkeitsfeldern eben solche zentrale Aspekte aufgreife: Was bedeuten Menschsein, Lebensqualität sowie Gesundheit und Krankheit und Tod?

Mit einer eindrucksvollen Neuformulierung der Seligpreisungen, die sich an Verantwortliche und Tätige in Gesundheitseinrichtungen wendet, schloss er seinen Vortrag ab.

Umrahmt wurde die Feier von zwei jungen Musikerinnen am Cello und Klavier mit einem Rondo von Bernhard Romberg und einer Humoresque von Antonín Dvorak.

Mehr über ZEFOG auf der Homepage.

brid / 17.04.2016

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