Fest zum 20jährigen Bestehen des Christlich-Islamischen Gesprächskreises

„ … damit die Menschen in direkten Kontakt kommen“

Der Christlich-Islamische Gesprächskreis besteht in diesem Jahr 20 Jahre. Dieses Jubiläum wird am Sonntag, 11.10.2015, von 14.30 bis 18.30 Uhr im Heinrich Pesch Haus mit einem großen Familienfest gefeiert. Eine Anmeldung wäre für die Organisation hilfreich, der Eintritt ist frei, und auch für Speisen und Getränke ist gesorgt.

An diesem Tag ist für jeden Besucher etwas geboten: Für die Kinder gibt es unter anderem Spiel- und Erlebnisstationen, der Autor Salim Alafenisch liest aus seinen Geschichten. Dabei bleibt auch viel Raum für den persönlichen Austausch. Selbstverständlich stehen auch die vier CIG-Koordinatoren Ayhan Aydinli, Gangolf Schüßler SJ, Georg Wenz und Jutta Ferdoz Wurstmacher zum Gespräch bereit.

In den vergangenen Jahren hat sich der CIG mehrmals in seinen Angeboten und seiner Ausrichtung geändert. So war es anfangs wichtig, die einzelnen Moscheevereine an einen Tisch zu bringen und den innerislamischen Austausch voranzubringen. Politisch war es ein wichtiges Ziel, auch muslimische Vertreter als Mitglied  im Stadtjugendring  zu verpflichten. „Nicht alles hat reibungslos und sofort geklappt, aber heute ist vieles selbstverständlich“, freut sich Georg Wenz von der Evangelischen Akademie der Pfalz.

Zum zehnjährigen Bestehen gab es erstmals ein großes Kulturfest. Es wurde eine ganze Woche im Hemshof gefeiert, war sehr gut besucht und verzeichnete eine große Resonanz.

Gut erinnert sich Wenz an die Brandkatastrophe 2008 in Ludwigshafen: „Da waren wir vom CIG eine ganze Woche lang vor Ort und ansprechbar.“ Die Stimmung, die sehr aufgeladen war, musste er gemeinsam mit Pater Tobias Specker SJ damals aushalten. In der Folge hat der CIG sein Bildungsprogramm für einige Zeit umgestellt auf ein Begegnungsangebot. „Dieses persönliche Kennenlernen war wichtig für das gemeinsame Zusammenleben in der Stadt“, findet Wenz.

Nun verstärkt CIG wieder seine Bildungsanstrengungen in Form von Exkursionen, Vorträgen und Ausstellungen. Häufig arbeitet er dabei mit der Stadtbücherei zusammen. Wenz erinnert in diesem Zusammenhang an eine sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema Beschneidung oder an einen Vortrag mit begleitender Ausstellung im HPH über Afghanistan.

Für Gangolf Schüßler SJ, Bildungsreferent im HPH, ist es wichtig, dass  Foren wie der CIG geachtet und gefördert werden: „Wir müssen den Dialog zwischen den beiden Religionen ermöglichen, damit die Menschen in direkten Kontakt kommen, sich kennenlernen und so einander besser verstehen.“

Info und Anmeldung unter Tel. 0621-5999-162 oder anmeldung@hph.kirche.org

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