Studientag für Jugendliche mit Regisseurin Mo Asumang und ihrem Film „Die Arier“

Couragiert gegen Rassismus

Die Regisseurin Mo Asumang geht mit ihrem Film „Die Arier“ der Frage nach, was hinter der Idee von sogenannten „Herrenmenschen“ steckt. Sie begibt sich zu selbsternannten „Ariern“ auf Demonstrationen von Rechtsradikalen, reist zur Volksgruppe der Arier in den Iran, trifft sich in den USA mit weltweit berüchtigten Rassisten und begegnet dem Ku Klux Klan. Der Film wird beim Studientag „Couragiert gegen Rassismus“ gezeigt, zu dem Mo Asumang auch persönlich kommen wird.
In dem Film befragt die Afrodeutsche Mo Asumang bisweilen entwaffnend die Menschen, die angeblich Arier sind oder genau wissen, was Arier sind: Sie konfrontiert Rassisten mit scheinbar arglosen Fragen, provoziert und irritiert schon allein durch ihre Anwesenheit und sucht hinter der hasserfüllten rechten Ideologie nach den dahinter stehenden Menschen. „Sie ist eine tolle, engagierte Regisseurin, und die Thema des Films ist hoch aktuell“, freut sich Kai Stenull auf Mo Asumang. Stenull ist Bildungsreferent im Heinrich Pesch Haus und mit verantwortlich für den Studientag, der sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Multiplikatoren der Jugendbildung richtet. Organisiert wird der Studientag vom HPH gemeinsam mit dem Rat für Kriminalitätsverhütung der Stadt Ludwigshafen, dem DGB Region Vorder- und Südpfalz sowie dem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz.

Nach dem Film und einer anschließenden Diskussion können die Jugendlichen verschiedene Workshops besuchen, in denen sie sich mit rassistischen und menschenverachtenden Aktivitäten auseinandersetzen können, Ideen entwickeln und üben, wie sie darauf reagieren können. In den Workshops gibt es nicht nur weitere Informationen von Experten, sondern auch immer die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, nach Neonazi-Aktionen im Netz zu recherchieren oder die Wirkung von rechter Musik zu analysieren. Im Argumentationstraining können die Jugendlichen üben, wie sie in alltagstypische Situationen auf rassistische Äußerungen reagieren können oder es schaffen, andere dazu zu bewegen, den Mund aufzumachen.

Die Aktion „Stolpersteine“ beleuchtet das Thema „Flucht und Vertreibung“ aus historischer Sicht, allerdings mit dem Fokus auf die aktuelle Situation. Dieser Workshop geht darauf ein, dass Menschen wegen (rassistischer) Verfolgung und Diskriminierung auf der Flucht sind und nun in Deutschland teilweise wieder Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt sind.

Der Studientag beginnt um 9 Uhr und endet um 16 Uhr. Er ist nur möglich dank der finanziellen Förderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung, die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie die Leitstelle Kriminalprävention Rheinland-Pfalz.

Foto ©: Mo Asumang

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