Stefan Hofmann SJ zum Priester geweiht

Begeisterung für Seelsorge und Wissenschaft

Stefan Hofmann SJ wurde in der Jesuitenkirche in Innsbruck zum Priester geweiht. Der 38jährige, der 2010 in den Jesuitenorden eingetreten ist, lebt derzeit in der Kommunität der Jesuiten im Heinrich Pesch Haus und hilft als Diakon in der Pfarrei Heilige Cäcilia mit. Er arbeitet an einer Habilitation in Moraltheologie in Tübingen und wird – so ist es vorgesehen – anschließend an der Jesuitenhochschule in Frankfurt unterrichten.

„Ich freue mich darauf, in die Seelsorge zu gehen, die Beichte zu hören, Exerzitien zu geben, die Predigt zu halten und der Messe vorzustehen“, sagt Stefan Hofmann. Doch das nicht allein: Wichtig ist ihm auch, dass er künftig weiter in der Lehre sein wird, in Kontakt zu Studenten und jungen Menschen ist und in Diskussionen mit ihnen helfen kann, dass sie ihre Berufung finden. „Seelsorge und Wissenschaft“, diese beiden Bereiche sind ihm wichtig, betont er, „denn die Theologie kann im Glauben sehr hilfreich sein“, denkt er.

Diese Betonung auf das Intellektuelle war auch der Grund dafür, dass Hofmann zuerst als Laientheologe in Regensburg Theologie studierte, später ins Priesterseminar ein- und wieder austrat: „Ich dachte, ich bin kein klassischer Pfarrer. Ich hatte noch zu viele Fragen zu Gott und der Welt und wollte erst noch weiterstudieren.“ Das tat er: Ein Philosophiestudium in Regensburg  und den USA schloss sich an, Hofmann unterrichtete Religion an zwei Realschulen und promovierte in Fundamentaltheologie über John Henry Newman. Mit Abschluss des Doktorats trat er 2010 den Jesuiten bei.

„Ab 2008 habe ich mir immer klarer die Frage nach meiner Berufung gestellt“, berichtet Stefan Hofmann. In diesem Zug kam er auch in Berührung mit dem Berufungsbeauftragten der Jesuiten Lutz Müller SJ. Bei einem ersten Kennenlernwochenende „hatte ich gleich das Gefühl, dass ich da angekommen bin“, erinnert er sich. Es folgte das Noviziat von 2010 bis 2012 in Nürnberg, danach war er in der Jugendarbeit in Wien tätig.

Lebensmittelpunkt ist derzeit noch das HPH in Ludwigshafen: „Das ist Heimat, in Tübingen habe ich nur ein Zimmer“, sagt er. Auch inhaltlich bringt er sich hier ein: zeitweise in der Flüchtlingsarbeit oder im „Ethischen Lektüresalon, der zur Diskussion brisanter Themen aus (sozial-)ethischer, politikwissenschaftlicher, theologischer und philosophischer Perspektive einlädt.

Seine ersten Gottesdienste als Priester wird Stefan Hofmann SJ am Samstag, 08.10.2016, um 19 Uhr im HPH halten, am Sonntag, 09.10.2016, um 11.30 Uhr in der Jesuitenkirche Mannheim und am Sonntag, 23.10.2016, in der Kirche St. Dreifaltigkeit. Mit ihm wurden weitere fünf Jesuiten aus der deutschen und österreichischen Provinz von Bischof Dr. Manfred Scheuer geweiht.

brid / 16.09.2016

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