Die Anleitung für respektvolles und tolerantes Miteinander greifen wir in unserem Bildungsauftrag auf

70 Jahre Grundgesetz

Genau 70 Jahre alt ist das Grundgesetz am 23. Mai. Wir im Heinrich Pesch Haus sind überzeugt, dass es trotz dieses Alters nichts an Aktualität eingebüßt hat – im Gegenteil! In unserer Bildungsarbeit beziehen wir uns immer auch auf die allen Menschen zugesicherten Grundrechte: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Fundament unserer Bildungsarbeit ist  dieser erste und bedeutende Artikel des Grundgesetzes: wenn wir uns mit vielen Ehrenamtlichen dafür engagieren, dass Geflüchtete in unserem Land die Sprache, aber auch die Kultur kennenlernen; wenn wir in der politischen Jugendbildung junge Menschen befähigen, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen und couragiert für die Grundrechte der Menschen einzutreten; wenn wir über ethische Fragen in Wirtschaft und Gesellschaft, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen diskutieren.

Die Würde des Menschen ist unmittelbar betroffen, wenn es um Fragen am Lebensende geht, um medizinische Betreuung und pflegerische Begleitung – aber auch am Lebensanfang. Im Zentrum für Ethik, Führung und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen (zefog) im Heinrich Pesch Haus greifen wir ethische Fragestellungen auf und qualifizieren Mitarbeitende.

Und das ist nur ein Beispiel.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“

Immer wieder ist die Rede von den „Müttern und Vätern des Grundgesetzes“: Zu diesen 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rats, der das Grundgesetzt erarbeitete, gehörten vier Frauen, die sich beherzt für diesen Artikel einsetzten: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ – dieser Grundsatz ist bis heute noch lange nicht in allen Aspekten verwirklicht.

Frauen verdienen zum Teil noch immer weniger als Männer. Sie sind in Vorstandspositionen, aber auch in politischen Gremien oftmals unterrepräsentiert. Nach den Kommunalwahlen werden wir daher – in Kooperation mit Gleichstellungsstellen im Umkreis – in einer Fortbildungsreihe Frauen qualifizieren, ihre politische Verantwortung wahrzunehmen. Wir tun dies, indem wir ihnen Strukturen und Hintergründe fokussieren und sie in ihren Kompetenzen stärken.

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“

Wir engagieren uns in der politischen Jugendbildung, weil wir junge Menschen ermutigen wollen, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen und sich für ihre Interessen einzusetzen. Wir unterstützen sie dabei, couragiert ihre eigene Meinung zu vertreten. In einem Seminar für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren können sie sich bei uns über ihre Erfahrungen mit Medien, Meinungsäußerung, Politik und deren Verhältnis zueinander in verschiedenen Regierungssystemen austauschen.

In dem Seminar geht es auch um Fragen wie: Wie vertrete ich meine Meinung? Wie berichte ich sachlich über Ereignisse? Welchen Einfluss haben die sozialen Medien auf die Berichterstattung? Wir sind außerdem gespannt auf die Darstellung von Mohammad Alhusain in einer Veranstaltung, der in Syrien journalistisch tätig war und nun in Deutschland arbeitet.

Wir vergessen nicht, dass das Grundgesetz in Nachkriegsdeutschland entstanden ist – vor der Erfahrung der Diktatur des Nationalsozialismus. In diesen Jahren war es gefährlich, in Deutschland für seine Meinung gerade zu stehen. In einem weiteren Seminar laden wir junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahre ein, sich im Theaterspiel mit der Studentenbewegung „Weiße Rose“ auseinanderzusetzen. So können Antworten gefunden werden auf Fragen wie: Wie beratschlagten die Freunde, die sich später „Weiße Rose“ nennen werden, wie sie wirksam für Freiheit eintreten können? Was sind mir Freiheit und das Wohl der Gemeinschaft wert? Wie trete ich für sie ein? Welche Konsequenzen bin ich bereit, dafür in Kauf zu nehmen? (Link auf Veranstaltung)

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“

Der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus räumen wir einen großen Stellenwert ein.  Familie verstehen wir dabei umfassend: werdende Eltern, Paare mit Kind oder Kindern, Patchwork-Familien, Alleinerziehende, Großeltern etc. Alle Menschen, die Kindern ein Zuhause geben, und Fachkräfte finden bei der Familienbildung einen Platz, und sie wollen wir unterstützen und stärken. Das tun wir, indem wir Menschen zusammenführen, Begleitung anbieten, Veranstaltungen zur Förderung der Erziehungskompetenz anbieten, Weiterbildungen für Fachkräfte durchführen oder einfach Kinder-Ferienprogramme auf die Beine stellen.

Die Angebote richten sich auch an Eltern mit geringem Einkommen: Teilnahmebeträge sind bewusst niedrig gehalten und besondere Förderungen immer möglich. Spendenprogramme helfen uns dabei, unsere Angebote allen Familien zugänglich zu machen.

Unsere Veranstaltungen im HPH haben die Würde des Menschen und die Förderung des sozialen Zusammenhaltes im Blick. Das Grundgesetz wie die christliche Sozialethik geben uns dabei Orientierung und Partizipationswissen.

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