ZUSATZTERMIN

Ich will und kann nicht mehr – Wie begleiten wir Menschen mit Sterbewunsch?

27. Okt. 2017, 10:00 bis 17:00 Uhr

Referent: Dipl. Psych. Jan Gramm, Institut für Palliativpsychologie

Das Jahr 2015 war für die Palliativ- und Hospizversorgung geprägt durch die Sterbehilfedebatte. Seit 09.12.2015 ist das Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung in Kraft getreten. Damit ist aber der Umgang mit dem Sterbewunsch in der Begleitung nicht geregelt. Nach wie vor wird von Patienten „nach der Spritze“ gefragt. Und nach wie vor ist die Antwort, man dürfe das in Deutschland doch nicht machen, wenig hilfreich für den Patienten. Ebenso ist die Beihilfe zur Selbsttötung mit vielen offenen Fragen verbunden. So stellt sich die Frage, was wirklich hilfreich für Patienten in so großer Not ist. Welche Handlungsmöglichkeiten stehen uns zur Verfügung zwischen Ohnmacht und Allmacht? Wie können wir den Patienten mit Offenheit begegnen, auch wenn wir andere Werte vertreten? In diesem Seminar werden Informationen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen und zur Sterbewunschforschung vermittelt. Der Schwerpunkt liegt jedoch in der Selbstreflexion, spezifischen Kommunikationsübungen und dem Austausch.

Seminarinhalte:

  • Die gesetzlichen und standesrechtlichen Rahmenbedingungen
  • Sterbewunschforschung
  • Sterbewunsch als Normalität
  • Innenschau – was höre ich auf verschiedenen Kanälen? (4 Ohren)
  • Die eigenen Werte betrachten
  • Was steht hinter dem Sterbewunsch?
  • Was braucht ein Mensch in einer existenziellen / spirituellen Krise?
  • Die Rolle der Angehörigen, Einbeziehung der Angehörigen
  • Präsenzübungen
  • Aktives Zuhören
  • Schicksal achten und Leid aushalten
  • Handlungsmöglichkeiten (inkl. Beihilfe zur Selbsttötung)

Kostenbeitrag: 120 €

Ausschreibungen zum Download im PDF-Format.


Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar

Anmeldung

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Kategorien

Ethik in Medizin & Pflege


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