Wolfgang Schmidt übergibt die MAV-Arbeit an P. Gangolf Schüßler SJ – Auch im Ruhestand noch ansprechbar

„Mir ist jede Frage wichtig!“

MAV-Kurse gibt es im Heinrich Pesch Haus seit 1977. Als Wolfgang Schmidt 1992 seine Arbeit in diesem Bildungsbereich aufnahm, bot das HPH im Jahr rund 20 bis 25 Kurstermine im Jahr an. Heute sind es rund 60 Termine mit etwa 35 Einzelthemen. Jetzt geht Wolfgang Schmidt in Ruhestand – führt aber als Referent die Einführungskurse für neu gewählte MAV-Mitglieder weiter.

„Anfang der 90er Jahre haben wir vor allem Einführungs- und Aufbaukurse für MAV-Mitglieder durchgeführt“, erinnert sich Schmidt. Immer mehr neue Paragraphen und Vorgaben haben dafür gesorgt, dass immer mehr Inhalte und Spezialthemen vermittelt werden. Und die Arbeit der MAVen sei anspruchsvoller geworden, unter anderem, weil die finanzielle Lage der Einrichtungen schwieriger geworden sei, so Schmidts Erfahrung.

Wolfgang Schmidt organisierte die Kurse, traf Absprachen mit den Referenten, war bei den meist dreitägigen Kursen oft anwesend, leitete die Einführungskurse selbst und war oft auch abends im Haus und dann abseits des Programms für konkrete Fragen aus dem MAV-Alltag Ansprechpartner. Zusätzlich zur inhaltlichen Vorbereitung und Durchführung der MAV-Kurse war Schmidt außerdem Vorsitzender der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft (DiAG) MAV, die die rund 140 Mitarbeitervertretungen im Bistum berät, informiert, bei der Arbeit begleitet und unterstützt.

Zudem kam es immer wieder vor, dass er Mitarbeitervertreter auch telefonisch beriet, wenn es ein konkretes Problem gab: „Mir war und ist jede Frage wichtig, die mir gestellt wird“, betont er. „Ich konnte hier sehr frei arbeiten“, blickt er zufrieden auf die letzten Jahre zurück.

In 25 Jahren als Planer und Organisator von Schulungen der Mitarbeitervertreter/Innen (MAV) in kirchlichen Einrichtungen hat er viel erlebt: „Ich glaube, ich habe alles gesehen und an abwegigen Ideen gehört, was es in dem Bereich gibt“, sagt er lachend. Manchmal ist er trotzdem überrascht, „wie verhärtet Fronten sein können.“

Wichtig war Wolfgang Schmidt dabei immer die „Dienstgemeinschaft“: Unter die­sem Begriff vereint das kirchliche Arbeitsrecht Dienstgebende und Mitarbeitende – im Idealfall zu einem Miteinander auf Augenhöhe, das eine vertrauensvolle und gute Zusammen­arbeit ermöglicht.

„Dass die MAVen ihre Rechte und Pflich­ten kennen, reicht nicht“, ist Schmidts Überzeugung: „Sie müssen sie auch umsetzen können.“ Kurse in Kommunikation, Mediation oder – recht neu – Tandemkurse für Arbeitgeber und MAV gemeinsam tragen der Entwick­lung der vergangenen 20 Jahre Rechnung und haben sich in der Praxis als Instru­mente zur Konfliktprävention und -lösung bewährt.

 

Seit Jahren vertraute Schmidt auf Referent_innen, die in den jewei­ligen Themengebieten echte Profis sind. Sie werden auch mit P. Schüßler SJ in Zukunft zusammenarbeiten. In den letzten Monaten hat P. Schüßler als Nachfolger von Wolfgang Schmidt sich kontinuierlich in den neuen Aufgabenbereich eingearbeitet. Aber zumindest für die Einführungskurse bleibt der Ruheständler dem HPH noch als Referent erhalten.

„Wolfgang Schmidt hat das HPH durch seine MAV-Arbeit weit über die Bistumsgrenzen bekannt gemacht. Zahlreiche MAV-Kolleg/Innen verdanken ihm, dass sie ihr Amt gut ausführen. Dafür sind wir ihm dankbar und wünschen ihm für die Zukunft Gottes reichen Segen“, sagt Pater Johann Spermann SJ, Direktor des Heinrich Pesch Hauses.

brid / 30.06.2017

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