Erstes Familienseminar fördert Erziehungskompetenz und Zusammenhalt

„Abenteuer Familienland“ stärkt für den Alltag

„Ich habe sehr viele Lösungen für die Probleme mit meinen Kindern erfahren. Und es war schön, sie hier so glücklich sehen!“ Kristina war in der vergangenen Woche bei der Kooperationsveranstaltung „Abenteuer im Familienland“ bei der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus. Mit dabei ihre einjährige Tochter Fabiana und der neunjährige Sohn Dario. Der war nach den vier Tagen ebenfalls begeistert: „Es hat Spaß gemacht, zusammen mit Mama zu spielen.“

Diese Rückmeldungen freuen Jana Schmitz-Hübsch sehr. Die Bildungsreferentin der Familienbildung hatte dieses Familienseminar konzipiert und gemeinsam mit vier gut ausgebildeten Teamern durchgeführt. Rückmeldungen wie die von Kristinas Familie oder vom elfjährigen Maximilian bestätigen sie, dass die Ziele erreicht wurden. Maximilian nämlich sagte: „Ich habe hier mit Papa normaler geredet.“ Zeit miteinander verbringen und Spaß haben waren  solche Ziele – aber auch, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und Themen wie Achtsamkeit und Dankbarkeit in der Familie ins Bewusstsein zu bringen. Eltern und Kinder sollten die Familienbildung abseits ihres Alltags als einen Ort kennenlernen, an dem sie in ihrer komplexen Erziehungsaufgabe Unterstützung erfahren – besonders durch die gemeinsamen Aktivitäten, die auch in den Regelangeboten der Familienbildung bestehen.

Die neun Erwachsenen und 17 Kinder im Alter von einem bis 15 Jahren können sich ein solches viertägiges Seminar mit Übernachtung und Vollpension normalerweise nicht leisten. „Dank unseres Netzwerks zur Schulsozialarbeit haben wir Familien erreicht, die von diesem Angebot wirklich profitieren“, sagt Schmitz-Hübsch – und ist dankbar, dass das Familienseminar durch eine Zuwendung der BASF SE im Rahmen des Wettbewerbs „Gemeinsam Neues schaffen“ und des Gewerbevereins Friesenheim ermöglicht wurde.

„Einige waren zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Hotel“, erzählt sie – und die 15jährige Teilnehmerin hat zum ersten Mal ein Zimmer für sich alleine gehabt. Aber es war nicht dieser „Luxus“, den die Erwachsenen und Kinder genossen, sondern die Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die sie von der Seminarleitung und den anderen Familienmitgliedern erhielten. Die Familien kreierten ihre eigenen Familienwappen, gingen gemeinsam auf Schnitzeljagd und erlebten sich dabei als Team, sie machten eine Exkursion zum Technoseum Mannheim, spielten und aßen gemeinsam.

Daneben gab es Einheiten, in denen sie ihr Familienleben reflektieren konnten, was gut läuft oder verbessert werden muss; sie lernten das Konzept des Familienrats kennen und erfuhren viel über gelingende Kommunikation. „In den meisten Familien sind Schule und die Mithilfe im Haushalt die wichtigsten Themen“, hat Jana Schmitz-Hübsch erfahren. Während die Eltern erarbeiteten, wie sie konstruktiv mit solchen Konflikten umgehen können, bastelten die Kinder für sie ein „Dankeschön-Geschenk“. „Es war berührend zu sehen, wofür die Kinder ihren Eltern dankbar sind, wie sehr sie sie lieb haben – und wie sich die Eltern darüber gefreut haben“, erzählt die Bildungsreferentin. Überraschend war auch das gemeinsame Basteln von „Sorgenfressern“. Jeder durfte für sich selbst solch ein Gefäß basteln, „und ein Vater fragte mich ganz ernsthaft, ob es den nicht auch größer gibt – er brauche einen großen Sorgenfresser.“

Am Ende der vier Tage ist Jana Schmitz-Hübsch begeistert, wie sehr sich die Erwachsenen, Kinder und Jugendlichen auf das Konzept eingelassen haben. Mit diesen Erfahrungen soll das Familienseminar nächstes Jahr wieder angeboten werden. Sie freut sich darauf, einige der Kinder im Sommerferienprogramm „Komm, wir gehen ins Kreativland“ wiederzusehen, und hofft, dass die Familien sich auch nach Wochen noch an das „Abenteuer Familienland“ erinnern und ihre Erfahrungen langfristig für den Alltag nutzen können zum Wohlergehen aller.

brid / 25.04.2017

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